Izzie oder: Wenn Kleinigkeiten große Wirkung haben

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Das ist Izzie. Izzie ist 6 Jahre alt und geht auf diesem Foto seit ca 3 Wochen zur Schule. Das bedeutet natürlich große Veränderungen im Leben, wenn man sich zum ersten Mal so lange konzentrieren muss und so vielen neuen Eindrücken ausgesetzt ist. Und deswegen ist Izzie am Nachmittag müde. Sehr müde. So müde, dass sie über den Hausübungen regelmäßig einschläft. Auf diesem Foto schläft sie tief und fest. Und das hat uns ein bisschen Sorgen gemacht.

Izzies Mama Elli arbeitet bei uns im Faustformel Team und wir haben gerätselt, was wir machen können, um Izzie ein bisschen zu unterstützen. Sollte man den Nachmittagsschlaf wieder einführen? Die Hausübungen später machen? Und dann kam der entscheidende Hinweis: Izzies Mutter hat mir so ganz nebenbei erzählt, dass bei Izzie immer öfter die Nerven blank liegen.

Wenn sie sie von der Schule abholt, gibt es oft Heul- und Trotzanfälle, die kleinsten Kleinigkeiten werden zum Riesendrama.
Das war der entscheidende Hinweis! Damit war alles klar. Für Izzie sind die Abstände zwischen den Mahlzeiten, vor allem zwischen Schuljause und Mittagessen einfach zu groß. Manchmal kann es auch an der Zusammenstellung der Mahlzeiten liegen, die war hier aber top, weil Elli da schon alles richtig macht. Aber Izzie verbraucht scheinbar in der Schule so viel Energie, dass ihr Blutzucker bis zum Mittagessen zu tief absinkt – und dann gibt es die schlechte Laune, die Heulkrämpfe und Trotzanfälle (bei 6-Jährigen drückt sich das eben so aus, Erwachsene sind dann in der gleichen Situation genervt und/oder oft leicht aggressiv und bekommen Heißhunger auf Süßes, Kaffee oder Zigaretten – die Ursache ist die Gleiche).

Elli hatte mir das zufällig um 11 Uhr Vormittags erzählt, kurz bevor sie los musste, um Izzie von der Schule abzuholen. “Nimm einen Apfel mit – schneide ihn vielleicht in Spalten, damit sie ihn gleich leichter essen kann.” Das Ziel war, zumindest mal den Blutzucker davor zu bewahren, dass er vor dem Mittagessen noch weiter absinkt.

Und das war die Lösung! Mehr hat es nicht gebraucht. Izzie hat strahlend ihren Apfel gegessen und siehe da, die Laune war bis zum Mittagessen gut. Aber das beste daran: die Müdigkeit NACH dem Mittagessen war wie weggeblasen. Und zwar jedes einzelne Mal, als es den Apfel beim Abholen gegeben hat. Denn wir haben (zugegebenermaßen unabsichtlich…) auch den Gegenversuch gemacht: wir haben den Apfel einmal vergessen…… und siehe da, am Nachmittag war Izzie wieder unendlich müde und ist über den Hausübungen eingeschlafen (und Izzies Mama hatte ein dementsprechend schlechtes Gewissen).

Was bedeutet das für dich?

1) Kleinigkeiten in der Ernährung haben oft sehr große Auswirkungen. Und zwar oft welche, die vielleicht nicht offensichtlich sind. Du isst oft Süßigkeiten vor dem Fernseher oder hast Heißhunger auf Süßes am Nachmittag oder Abend? Dann schau dir unbedingt dein Frühstück genauer und deine Abstände zwischen den Mahlzeiten. Evtl kannst auch du von einer kleinen Zwischenmahlzeit profitieren.

2) Es ist unendlich wichtig, den Blutzucker möglichst stabil zu halten. Das ist die Basis für alles andere. Deswegen ist das auch das Fundament des Faustformel Systems. Denn egal, ob es um deine Energie geht (Müdigkeit am Nachmittag? ) oder ums Abnehmen (vor allem bei Fett um die Taille) oder Stress (Du schläfst schon um 8 Uhr vor dem TV ein, bist aber dann ab 22 Uhr wieder putzmunter?), Entzündung im Körper, Hormonprobleme (egal ob mit der Schilddrüse oder den Sexualhormonen) etc etc, das wichtigste ist erst einmal den Blutzucker zu stabilisieren, dann ist schon viel gewonnen. Wie das geht, erklären wir übrigens in den Grundzügen im Faustformel Club und in noch viel größerem Detail im Faustformel Power Programm.

1 Kommentar zu „Izzie oder: Wenn Kleinigkeiten große Wirkung haben“

  1. Sabine Pallik

    Hallo Sascha und Team!
    Mich macht das Foto von der eingeschlafenen Izzie richtig traurig! Verlangen wir von unseren Kindern nicht zu viel? Ich bin selber Lehrerin an einer Wiener Mittelschule (10 -14 jährige!) und habe manchmal Sorge, dass den Kindern zu wenig Zeit bleibt um einfach Kind zu sein!
    Schön, wenn da die Ernährung helfen kann! Ich werde meinen SchülerInnen und deren Eltern davon berichten. Ich selbst falle ja auch immer wieder in diese „Nachmittags – müde“ Falle. Werd mir mein Frühstück wieder mal genauer unter die Lupe nehmen. Liebe Grüße! Danke für den Blog!

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