Sashas persönliche Neujahrsvorsätze – wie schaffe ich das?

Sashas persönliche Neujahrsvorsätze

Hast du für 2017 Neujahrsvorsätze gemacht? Hast du sie durchgehalten? Hat sich etwas in deinem Leben verändert? Ich habe mir meine Vorsätze fürs vergangene Jahr angesehen und dabei Erstaunliches entdeckt – nämlich: was wirklich funktioniert hat und was nicht!

Wir vom Faustformel Team haben viel Erfahrung damit, Menschen dabei zu unterstützen langfristig erfolgreich ihre Ernährung umzustellen. Und damit ihr Leben zu verändern. Das ist quasi “unser täglich Brot”. Deswegen wissen wir inzwischen auch, welche Strategien besonders gut funktionieren und vielen Menschen helfen – und welche eher nicht so viel bringen.

Wie jedes Jahr habe ich mir auch für 2017 vorgenommen, ein paar Dinge zu verbessern. Und zwar noch mit meiner “alten” Strategie: “Mach einen Plan und zieh ihn durch.”

Ich bin Meisterin im Listen Schreiben. Keiner schreibt so schöne Listen oder macht so tolle Tabellen wie ich. Ich hänge sie dann auch immer wunderschön auf und hake stolz mein erstes Ziel oder meinen ersten Tag ab, eventuell sogar noch den zweiten –  aber spätestens ab dem dritten Tag wird die Liste komplett ignoriert. Inzwischen habe ich deswegen nicht mal mehr ein schlechtes Gewissen – denn ich bin auch Meisterin im Erfinden von Ausreden. 🙂

Ich bin einfach nicht wahnsinnig diszipliniert. Der Wille wäre da, aber das Fleisch ist schwach 🙂

Ich gehe davon aus, dass die meisten anderen Menschen übrigens auch nicht wahnsinnig diszipliniert sind. Deswegen habe ich auch alle meine Ernährungsprogramme für Menschen wie mich entworfen. Was ich aber habe, sind einige gute Gewohnheiten – und das ist der “Trick” für ein gesünderes Leben.

Für 2017 hatte ich mir vorgenommen, dass ich wieder mehr Yoga mache. Dadurch, dass ich täglich mindestens zwei Mal mit meinem Hund spazieren gehe, ist das irgendwie in den letzten Jahren ein bisschen zu kurz gekommen. Mein Ziel war, dass ich jeden Tag in der Früh Yoga mache. Nicht lange, also nur so 15-30 Minuten, aber dafür jeden Tag.

Und was gibt es da besseres, als eine 100-Tage-Challenge? Die “100 Tage auf der Matte”-Challenge klang genau richtig für mich! Ich mache schon lange Yoga – mir fehlt ja nur die Regelmäßigkeit!

Um es kurz zu machen: die 100-Tage-Challenge habe ich genau 2 Tage durchgehalten. Bereits am 3. Tag hatte ich die erste Ausrede und habe mein Yoga in der Früh nicht gemacht. Ich hab mir vorgenommen, dass ich es dafür am Abend mache, aber das hat dann leider auch nie stattgefunden…..

Aber als ich jetzt, am Ende des Jahres, meine guten Vorsätze vom letzten Jahr noch mal durchgegangen bin, ist mir etwas Überraschendes aufgefallen: Obwohl ich die 100-Tage-Challenge nicht mal ansatzweise durchgehalten habe, habe ich inzwischen trotzdem eine neue, gute Gewohnheit: ich mache fast jeden Tag 20 Minuten Yoga. Mittlerweile brauche ich schon fast einen guten Grund, wenn ich es einmal NICHT mache. Ich mache es nicht jeden Tag, aber bestimmt 4 Mal pro Woche – eine echte Steigerung von “null mal pro Woche” am Anfang des Jahres.

Wie habe ich das geschafft?

  1. Nicht mit der 100-Tage-Challenge. Das mag für einige gut funktionieren, für mich war das nix. Und zwar aus dem Grund, dass die Challenge keine Ausnahmen erlaubt. In der Sekunde, in der ich das einmal nicht gemacht habe, war ich ja schon “gescheitert” – und hab dann gleich wieder die Lust daran verloren.
  2. Gewohnheiten baut man auf, indem man etwas immer wieder macht – das muss aber nicht “superstreng” sein. Nachdem ich die 100-Tage-Challenge am 3. Tag aufgegeben hatte, habe ich mir einfach keinen Stress mehr gemacht. Kleine Schritte zu machen, bewirkt viel mehr! Auch 2 x pro Woche war am Anfang schon ein Erfolg (besser als nix!)
  3. Ich habe mich darauf konzentriert, die “Hindernisse” zu beseitigen und nicht noch mehr “Motivation” zu suchen (motiviert war ich ja, die schönste Liste hatte ich auch …). Das “Haupthindernis” war in meinem Fall: in der Früh nicht gleich aufzustehen, sondern  am Handy Facebook abzuarbeiten (wir haben ja die privaten Gruppen unserer Kurse und da gibt es viele Fragen an mich….) oder in den Emails zu versinken. Da vergeht mehr Zeit, als man glaubt, und plötzlich ist man spät dran – und dann muss der Hund Gassi! Und schon ist die Ausrede da: ui, das wird jetzt aber zu knapp für Yoga, der Hund muss ja raus! Dann wird das halt wieder nix (“das mache ich dann dafür am Abend” – passiert aber leider nie!) und wir marschieren los in Richtung Park und dann ins Büro….
  4. Meine ideale “Yoga-Länge” in der Früh ist 20 Min. Wenn ich mir 30 Min vornehme, scheitert es immer wieder daran, dass sich “das jetzt nicht mehr ausgeht”. Aus irgendeinem Grund habe ich immer das Gefühl, dass ich für 20 Minuten noch Zeit habe, aber 30 Minuten zu knapp werden. Deswegen mache ich mir damit auch keinen Stress mehr und habe mir Programme gesucht, die genau 20 Min dauern. Das ist perfekt für mich und das mache ich dann auch. Wären 30 Minuten besser? Sicher! Aber 20 Minuten, die ich regelmäßig mache, sind wesentlich besser als 30 Minuten, die ich nie mache…..Ich habe versucht nach und nach ein “Morgenritual” zu schaffen, mit dem Yoga zumindest “wahrscheinlicher” wird. Die Yogasachen liegen schon bereit, die Yogamatte steht aufgerollt in der Ecke und ich ignoriere das Handy, bis ich Yoga hinter mir habe – und an den meisten Tagen ist mir das auch gelungen. Nicht immer, aber immer öfter.

Das überraschende Fazit von 2017: ich mache, ohne groß darüber nachzudenken, ca vier bis fünf Mal pro Woche in der Früh 20 Minuten Yoga und habe nebenbei fast 4 kg abgenommen.

Die 4 kg Minus kommen nicht vom Yoga alleine – aber es war der Auslöser. Denn die eine, kleine gute Gewohnheit, die ich mir antrainiert habe, hat auch andere Auswirkungen. Man nennt so etwas eine “Schlüsselgewohnheit”. Weil sie der “Schlüssel” dazu ist, dass man – bewusst oder unbewusst – auch andere Dinge verbessert. Ich hatte eigentlich schon ziemlich viele, gute Gewohnheiten – dachte ich zumindest. Aber mit der richtigen Strategie habe ich mir, ganz nebenbei, noch ein paar andere zugelegt – mit sehr motivierenden Ergebnissen!

Für den 31.12. habe ich noch einen weiteren Artikel vorbereitet, in dem ich ganz genau erkläre, welche Strategien man anwenden kann, um es wahrscheinlicher zu machen, dass man die Neujahrsvorsätze erfolgreich umsetzt – damit 2018 auch wirklich anders und besser für dich wird! Und das Beste daran: das sind ganz einfache Schritte und man muss nichts 100 Tage lang oder für immer “durchhalten”.

Im Faustformel Club geht es den ganzen Januar und Februar hauptsächlich genau um dieses Thema: wir geben unseren “Fäustlingen” konkrete Tipps und Strategien, wie sie nach und nach ihre Ernährung verbessern und ihre Neujahrsvorsätze erfolgreich umsetzen können. Dabei ist uns immer ganz wichtig: Ernährung muss ins Leben passen! So wie bei mir eben auch – denn dann hat es ja geklappt!

Wenn du noch kein Club-Mitglied bist – für nur 1 EUR kannt du einen ganzen Monat in den Club hineinschnuppern und für dich testen, ob dich das bei der Verbesserung deiner Ernährung (und deines Lebens) unterstützt.
HIER findest du mehr Information dazu.

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Wie ist es dir mit deinen Vorsätzen für 2017 ergangen – hast du sie eingehalten oder wieder verworfen? Was hat bei dir funktioniert, was hat nicht funktioniert? Erzähl es uns in den Kommentaren.

4 Kommentare zu „Sashas persönliche Neujahrsvorsätze – wie schaffe ich das?“

  1. Hallo Sasha,
    mir ist es ähnlich wie dir gegangen. Jedoch, dass ich erst gar nicht damit angefangen habe. Wollte das Programm 7 Tage ohne Zucker von dir machen und bis heute habe ich es nicht geschafft mich zu überwinden und dieses Programm zu machen. Ich habe einmal im April 3 Wochen auf meine Ernährung geschaut und leider dann wieder verworfen – ich würde dies generell jetzt in Angriff nehmen und mich komplett umstellen.

  2. So ähnlich habe ich das mit meinem „Laufen gehen“ in der Früh erlebt. Weniger als eine halbe Stunde kam mir total unnötig vor. Fettverbrennung startet erst dann und dann… also Durchbeißen!! Aber – die lange Joggingstrecke hat mich nach und nach mehr demotiviert – bis ich gar nicht mehr wollte.
    Wobei – die „kurze Runde“ ist halt schon in 20 Minuten geschafft und ich bleibe dran! Ich denk mir auch, lieber kurz und regelmäßig als gar nicht.
    Klar werde ich da nicht großartig abnehmen, aber es fühlt sich gut und gesund an.

  3. Tanja Pötscher

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe fast 40 Jahre dafür gebraucht um zu verstehen dass grau eine hilfreiche Farbe ist im Gegensatz zu schwarz und weiss. Und dass Perfektionismus seeeehr kontraproduktiv sein kann. Ich habe sehr sehr konkrete Ziele. Allerdings nur ungefähre Pläne. Exakte Pläne mit genauen Zeitvorgaben stressen mich soooo dass ich handlungsunfähig werde. Das Leben ist halt einfach anders…. Bei allen Plänen ausreichendst Dehnungsfugen lassen…. Meine ganz persönliche Strategie ist die der Belohnungen. Ich halte ernährungsmässig und sportmässig wirklich viel aus und es bringt mir auch Spaß – solange ich eine kleine Oase vor mir weiss ! Und sobald der Kopf x kapiert hat dass Oasen sowieso nur Spass bringen wenn vorher Wüste war hat man gewonnen! Also Belohnungen finde ich seeehr wichtig…

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