Podcast Folge #95 Endlich satt: So bekommst du deinen Hunger in den Griff

Ein Teller mit einer halben Pizza.

Thema der Folge:

Heute sprechen wir darüber, warum die Sättigung beim Abnehmen so wichtig ist. Du erfährst, wie biologische Sättigungssignale entstehen, wie du dein Sättigungsgefühl nachhaltig normalisierst und wie du deine Mahlzeiten so zusammenstellst, dass du dich endlich wieder satt essen und gleichzeitig abnehmen kannst.

Inhalte der Folge:

  • Warum Sättigung beim Abnehmen der entscheidende Hebel sein kann
  • Weshalb Hunger kein Zeichen für fehlende Disziplin ist
  • Warum Menschen unterschiedlich schnell satt werden
  • Was GLP-1 und Abnehm-Spritzen mit Sättigung zu tun haben
  • Warum “einfach weniger essen” zum Scheitern verurteilt ist
  • Warum das Abendessen bei manchen plötzlich „eskaliert“
  • Frühstück: Muss man essen, auch wenn man morgens keinen Hunger hat?
  • Regalfrage der Woche: Beeinträchtigen Milchprodukte die Eiweißaufnahme aus Hülsenfrüchten?

Wichtige Tipps aus der Folge:

  • Sättigung hat nichts mit Disziplin zu tun: Wenn du ständig hungrig bist, liegt das nicht an fehlender Willenskraft. Hunger ist ein starkes biologisches Signal, mit dem dein Körper sicherstellen will, dass er genügend Nährstoffe bekommt.
  • Pack ordentlich Eiweiß ins Frühstück. Ein Frühstück mit Joghurt, Haferflocken, Apfel und Nüssen klingt erst einmal super gesund – hat aber oft weniger Eiweiß als gedacht. Mit Skyr oder Topfen/Quark kannst du den Eiweißanteil ganz einfach deutlich erhöhen.
  • Vergrößere das Magenvolumen: Baue mindestens zwei Faustgrößen Gemüse in deine Mahlzeiten ein. Das dehnt den Magen mechanisch aus. Ergänze gelbildende Ballaststoffe, zum Beispiel aus Äpfeln, Leinsamen oder Chiasamen. Die quellen auf, halten länger satt und bremsen die Verdauung ein bisschen.
  • Mehr kauen: Auch das Kauen gehört zur Sättigung. Ein Stück Brot muss zum Beispiel deutlich länger gekaut werden als eine weiche Semmel. Und genau diese Kauarbeit gibt deinem Gehirn Zeit, überhaupt zu realisieren, dass da gerade Essen kommt.
  • Flüssiges nicht einfach runterschütten. Suppen, Shakes oder Smoothien müssen nicht in 30 Sekunden verschwinden. Lass dir Zeit, nimm kleine Schlucke und gib deinem Körper die Möglichkeit, das Essen überhaupt wahrzunehmen.
  • Leg das Besteck zwischendurch weg. Nicht sofort den nächsten Bissen nachschieben, während du den vorherigen noch kaust. Gabel oder Löffel kurz ablegen, kauen, schlucken – und dann kommt der nächste Bissen.
  • Mach es dir beim Essen ein bisschen schwerer. Kleinere Teller und Besteck können erstaunlich viel ausmachen. Und Snacks bitte nicht direkt aus der Großpackung essen. Portioniere dir eine Menge in eine kleine Schüssel – sonst ist die Packung plötzlich leer und du weißt gar nicht, wie das passiert ist.
  • Sei beim Essen aufmerksam. Wenn nebenbei der Fernseher läuft oder du am Handy scrollst, bekommst du viel schlechter mit, wann du eigentlich satt bist. Deshalb: Alles ist erlaubt – aber möglichst am Tisch und ohne Bildschirm.
  • Trickse dein Hirn aus: Nutze kleinere Teller und Besteck (oder probiere mühsamere Utensilien wie Stäbchen).
  • Hör auf deinen Hunger, aber übe das Frühstück: Wenn du morgens überhaupt keinen Appetit hast, dann fang mit einer kleinen, eiweißreichen Portion an und schau, ob du dich langsam daran gewöhnst. Das versorgt deinen Körper morgens mit Energie und vermeidet abendliche Heißhunger-Attacken.

Links zur Folge:

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