Die Geheimnisse eines guten Speiseplans – So planst du einfach besseres Essen
Hand aufs Herz: Wer kennt das nicht? Nach einem langen Tag kommst du nach Hause, bist müde, hast keine Lust mehr zu denken – und dann sollst du auch noch ein gesundes Abendessen zaubern. Die Versuchung, einfach ein Wurstbrot zu essen oder schnell etwas zu bestellen, ist riesig. Genau hier liegt der Vorteil eines guten Speiseplans: Er nimmt dir diese Entscheidung ab und macht gesunde Ernährung so viel einfacher – ganz ohne Diätstress und Verbote. Und du sparst auch noch Geld damit, weil man mit Liste viel gezielter einkauft und nichts dem Zufall (oder aktuellen Appetit) überlassen wird.
Warum überhaupt planen?
Vielleicht fragst du dich: Muss ich wirklich mein Essen planen? Kann ich das nicht einfach spontan entscheiden? Klar, wenn du bereits richtig gute Essgewohnheiten hast, funktioniert das oft. Aber die Realität sieht in den meisten Fällen anders aus: Im Alltag fehlt abends oft die Energie für kreative Kochideen. Ohne Plan greifen wir dann meist zu schnellen, weniger gesunden Lösungen – und das ist völlig verständlich! Ein Speiseplan hilft dir, diese Stolperfallen zu umgehen und macht gesunde Ernährung im Alltag jederzeit umsetzbar!
Ein weiterer Vorteil: Wer plant, spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld. Du kaufst gezielter ein, verwertest Reste besser und schonst Ressourcen. Und: Menschen mit einem Plan essen nachweislich ausgewogener und gesünder.
Das Minimum: “WWIME” – Was werde ich morgen essen?
Du musst keinen komplizierten Wochenplan erstellen. Es reicht, wenn du dich jeden Abend kurz fragst: „Was werde ich morgen essen?“ (WWIME). Klingt banal, ist aber ein echter Gamechanger! Überlege dir für jede Mahlzeit, woher sie kommt: Hast du Zeit zu frühstücken? Musst du etwas vorbereiten? Gibt es eine Kantine oder brauchst du ein Lunch-to-go? Sei dabei ehrlich zu dir: Plane nur die Mahlzeiten, die du auch wirklich umsetzen wirst.
Planen ist nicht tracken
Wichtig: Einen Speiseplan zu machen bedeutet nicht, jede Kalorie zu zählen oder alles zu tracken. Tracken dient der Analyse der Vergangenheit – Planen erleichtert dir die Zukunft. Es geht darum, dir geistige Arbeit abzunehmen, wenn sie dich am meisten Kraft kostet: abends, wenn der Kopf schon voll ist.
Die Faustformel: Einfach, alltagstauglich, entspannt
Damit sich die ganze Mühe lohnt, will man natürlich auch sichergehen, dass die Mahlzeiten “passen” – dass sie also nicht nur schmecken, sondern vor allem auch gesund sind und vielleicht sogar beim Abnehmen helfen. Da gibt es natürlich verschiedene Ansätze, aber wir finden die Faustformel am einfachsten: Denn sie liefert mit wenig Aufwand das beste Ergebnis!
Die Faustformel macht es uns einfach:
- 1 Handtellergröße Eiweiß (z.B. Fisch, Fleisch, Tofu, Linsen)
- 1 Faustgröße Kohlenhydrate (z.B. Reis, Kartoffeln, Nudeln)
- Mindestens 2 Fäuste Gemüse (am besten bunt und abwechslungsreich)
Diese Mengen kannst du ganz einfach mit deiner eigenen Hand abmessen – keine Waage oder Tabelle nötig! Das Beste: Alle Lebensmittel sind erlaubt, kleine Sünden sind eingeplant. Hier kannst du dir auch eine Übersicht herunterladen, wenn du das möchtest.
So erstellst du deinen alltagstauglichen Speiseplan
1. Starte mit einer Lieblingsrezepte-Liste
Schreibe alle Gerichte auf, die du und deine Familie gerne essen und die du problemlos zubereiten kannst. Meistens sind das 5 bis maximal 12 Rezepte – und das reicht völlig! Das ist wichtig, weil man, gerade wenn man müde nach Hause kommt, oft einfach keine geistige Energie mehr hat, sich auch noch mit “etwas Neuem” auseinanderzusetzen. Daher sollten das Rezepte sein, die du “im Schlaf” zubereiten könntest. Wenn deine derzeitigen Lieblingsrezepte nicht der Faustformel entsprechen, dann passe sie nach und nach an (für unsere Mitglieder haben wir dazu mehrere Videos, in denen wir ihnen erklären, wie man das macht) – aber am besten nicht alle auf einmal. Oder nimm sukzessive ein neues Rezept dazu (falls du Ideen brauchst: Die Foodplan App enthält fast 1.000 Rezepte nach der Faustformel – die App ist im Faustformel 3 S Programm enthalten).
De Liste deiner Lieblingsrezepte ist deine Basis – sie ist ein Muss, damit dein Plan auch durchführbar bleibt.
(Du kannst nicht kochen? Kein Problem! Fange einfach Schritt für Schritt an und mache auch dann eine Liste deiner “Lieblingsmahlzeiten” (egal, ob TK-Pizza oder Wurstbrote). Diese verbesserst du dann nach und nach.
2. Alltag und “Reste-Tag” realistisch einplanen.
Berücksichtige Termine, Sport, Familienleben. Wenn du weißt, dass du Dienstagabend spät nach Hause kommst, plane ein schnelles Essen oder etwas, das du nur noch aufwärmen musst. Frühstück am Abend? Warum nicht! Hauptsache, es passt zu deinem Leben.
Lass mindestens einen Abend/Tag pro Woche “ungeplant”. Erstens verschiebt sich immer mal irgendetwas oder man hat einfach keine Lust auf das geplante Essen und isst es eben dann an einem “ungeplanten” Tag. Oder es gibt Reste zu verbrauchen usw.
Pläne funktionieren besser, wenn sie nicht komplett durchgeplant sind.
3. Plane einfach (aber lecker!)
Verabschiede dich von dem Anspruch, jeden Tag etwas Neues zu kochen. Verwende deine Lieblingsliste als Ausgangsbasis und fang an, damit deinen Plan zu füllen – nimm dabei Rücksicht auf deine Termine.
Mach dir das Leben einfach – gerade, wenn es um gesunde Ernährung geht, werden manche Menschen unnötig kompliziert. Diese tolle Vielfalt, die sich viele vornehmen, macht auch viel Arbeit – und gerade, wenn man es nicht gewohnt ist, täglich frisch zu kochen, fällt dies dann schnell dem Alltag zum Opfer – und man fällt auf TK-Pizza & Co zurück. Plane z.B. zweimal hintereinander das gleiche Gericht ein („Einmal kochen, zweimal essen“), oder koche mal größere Mengen auf Vorrat, die man einfrieren und schnell aufwärmen kann. Hauptsache, es passt zu deinem Leben!
4. Einkaufsliste nicht vergessen
Mit einem Plan weißt du genau, was du einkaufen musst – das spart Zeit und verhindert Spontankäufe. Tools wie die Foodplan App helfen dabei, Lieblingsrezepte und Einkaufslisten zu organisieren – du ziehst die Rezepte, die du kochen möchtest, auf den Plan und die App erstellt automatisch die Einkaufsliste. Probier es aus und du merkst schnell, wie einfach besser essen ist.
Der wichtigste Tipp: Überfordere dich nicht!
Viele scheitern daran, dass sie zu viel auf einmal wollen: Jeden Tag ein neues Rezept, alles perfekt. Das ist unnötig und frustrierend. Fang klein an, wiederhole Gerichte, erweitere deine Lieblingsrezepte-Liste nach und nach. Kleine Anpassungen machen den Unterschied – nicht der perfekte Plan.
Fazit: Dein Speiseplan, deine Regeln
Ein guter Speiseplan ist kein starres Korsett, sondern ein flexibles Werkzeug, das dir das Leben leichter macht. Er hilft dir, gesünder zu essen, ohne dass du ständig darüber nachdenken musst. Nutze die Faustformel als Leitfaden, plane realistisch und entspannt – und gönn dir auch mal eine Ausnahme. Denn am Ende zählt, dass es für dich passt und du dich wohlfühlst.
Probier’s aus: Was wirst du morgen essen?
Wenn du tiefer einsteigen willst: Im „Faustformel 3S“-Programm findest du viele weitere Tipps, Videos und Rezepte rund ums Thema Essen richtig planen – ganz ohne Diätstress und mit viel Genuss. Hier findest du mehr Info zum Programm: » Faustformel 3 S – in 3 Schritten zum Wohlfühlgewicht




