Ist es ok dick zu sein?

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Eigentlich war für diese Woche ein ganz anderer Artikel geplant – und evtl reichen wir den später mal nach. Aber dann wurde ich von einem lieben “Fäustling” auf diesen Kommentar im Profil aufmerksam gemacht: “Die westliche Welt befreit sich vom Schlankheitswahn. Leider ist Fettleibigkeit das neue Schwarz.”  Da steht zum Beispiel: „Es ist richtig, darauf hinzuweisen, dass man dicke Menschen nicht kränken soll, aber es ist falsch, ihnen zu suggerieren, ihr Übergewicht sei okay. Ebenso wie man Rauchern klarmacht, dass sie ihre Gesundheit ruinieren, und ebenso wie man Leute, die stundenlang in der Sonne liegen, vor Hautkrebs warnt, muss man Fettleibigen sagen, dass sie ein Problem haben, anstatt ihnen zu schmeicheln.“

Zuerst wollte ich dazu eigentlich gar nichts sagen, aber dann tauchte in meinem Facebook Feed am gleichen Tag auch noch dieser Artikel aus “Die Zeit” auf: “Neuerdings soll sich jede Frau „wunderschön“ finden, egal wie sie aussieht. Muss das wirklich sein?

Und da konnte ich mich leider nicht mehr zurück halten.

Ich arbeite seit mehr als 12 Jahren mit Übergewichtigen – wobei das von “normalgewichtig mit ein paar ‘extra Eitelkeitskilos’” bis “schwer übergewichtig mit 100+” geht. Ich habe schon lange aufgehört, Menschen nach ihrem Äußeren zu beurteilen. Aber ich kann einige Dinge mit Bestimmtheit sagen:

  1. Ich kenne niemanden, der freiwillig schwer übergewichtig ist. Wenn das für Außenstehende so aussieht, dann versuchen sie “gute Miene zum bösen Spiel” zu machen. Die allermeisten wären lieber schlank und fit und hätten gerne mehr Energie. Jede Wette.
  2. Übergewicht ist keine Frage der “Schuld”. Es gibt viele seriöse Untersuchungen, die zeigen, dass die Erziehung, die Werbung, unsere Umgebung etc hier einen SEHR wesentlichen Einfluss haben. Und vor allem wird es nicht besser davon, dass wir Menschen, die darunter leiden, ständig erklären, dass sie gefälligst etwas dafür tun sollten (das versuchen die meisten eh). Das wertet sie nur ab und ruiniert ihr Selbstwertgefühl – und das ist weder nett noch hilfreich.
  3. Übergewicht ist keine Frage der “Dummheit” und in den allermeisten Fällen auch keine Frage der “Faulheit”. Oft ist es Unwissenheit, manchmal stecken gesundheitliche Probleme dahinter, manche haben es – und sich – einfach aufgegeben. Oft fehlt es einfach an der richtigen Strategie und ein bisschen Unterstützung. Aber, glaube mir: sie wissen, dass sie übergewichtig sind und müssen nicht extra darauf hingewiesen werden. (Und von „schmeicheln“ sind wir hier meilenweit entfernt, siehe Punkt 5).
  4. Die allermeisten Übergewichtigen haben schon VIEL versucht um abzunehmen. Aber leider wird ihnen nur gesagt (selbst vom Arzt), sie sollten “halt weniger essen“. Wenn das so einfach wäre, wäre niemand dick. Abnehmen ist nicht schwierig, aber “einfach mal weniger essen” führt schnell zur Katastrophe – nämlich Fressattacken und mehr Kilos auf der Waage (warum das so ist, erkläre ich hier). Viele schwer Übergewichtige haben sich einfach aufgegeben. Nichts, was sie versucht haben, hat funktioniert, und dazu kommt auch noch Punkt 5:
  5. Dicke Menschen werden ständig und überall niedergemacht. Und ihr Selbstwertgefühl ist meistens im Keller. Denn ständig werden sie nach ihrem Äußeren beurteilt und jeder nimmt sich die Frechheit heraus, dazu eine Meinung haben zu dürfen und diese auch äußern zu müssen. Ich kenne dicke Jugendliche, die an Bushaltestellen getreten werden, die blaue Flecken davon haben, dass Mitschüler sie mit Buchkanten schlagen (macht auch durch die Kleidung hindurch blaue Flecken, ist aber für den Lehrer nicht sichtbar), ich höre in der Öffentlichkeit ständig dumme Kommentare, wenn eine Übergewichtige es wagt, öffentlich etwas zu essen (“Die soll nicht so viel fressen, ist eh schon so blad”), Dicke werden blöd angeredet, wenn sie in Sportkleidung sind (und dabei vielleicht auch noch viel schwitzen! Wie ekelerregend) oder sich im Schwimmbad oder im Fitnesscenter zeigen. Ich wurde im Zuge der Fernsehsendungen immer darauf angeredet, warum wir die Menschen in den Sendungen so “bloßstellen”, weil wir sie in Sportkleidung gezeigt haben. Meine Gegenfrage: ab welchem Gewicht ist es denn eigentlich eine “Zumutung” für den Betrachter und eine “Bloßstellung” des Menschen, wenn man auch mal Haut zeigt? Muss ich mich auch schon verstecken (bin ja auch schon über 45 Jahre….) oder darf ich noch, weil ich unter 60 kg wiege? Sollten sich besser nur Models im Bikini zeigen? Wie ist das jetzt im Sommer in Freibädern? Ab welcher Gewichtsklasse ist es denn eine “Zumutung” für die Umwelt und man sollte besser zu Hause bleiben? Ich hätte da gerne mal offizielle Richtlinien, damit ich weiß, ab wann ich es mir gefallen lassen muss, dass Herr Treichler und Co mir sagen dürfen, wie ich zu leben hätte.
  6. 1,8 Mio Österreicher rauchen täglich, das sind 24% der Bevölkerung. Gut 14% der Bevölkerung ist stark übergewichtig. Wo ist die Beschwerde-Kampagne, dass wir jedem Raucher sagen, welch “schlechter Mensch” er doch ist? Das Risiko, durch Rauchen schweren gesundheitlichen Schaden zu nehmen ist wesentlich größer als bei Übergewicht. WESENTLICH. Und ein Raucher fügt auch seiner Umgebung Schaden zu – das tut ein Übergewichtiger nicht. Aber hier reicht ein Hinweis auf der Packung – während man Dicken scheinbar ungefragt ständig ins Gesicht sagen sollte, dass sie unmöglich sind – denn man will ihnen ja nicht „schmeicheln“.
  7. Frauen werden in immer unmöglichere Schönheitsideale gedrängt. Es reicht nicht mehr, dass man (neben einem vollen Beruf und möglichst auch noch Familie natürlich) schlank und sportlich sein zu hat, nein, jetzt brauchen wir auch noch eine “Thigh Gap” – die Oberschenkel sollten sich also bei geschlossenen Knien möglichst wenig berühren. Egal, wie eine Frau aussieht, es gibt immer etwas auszusetzen. Und gerade bei Übergewicht ist es dann scheinbar auch noch okay, das öffentlich zu kommentieren – nach dem Motto “Das muss denen ja mal gesagt werden!”
  8. In einem meiner Abnehmkurse vor einigen Jahren gab es täglich kleine Aufgaben. Eine davon war “Finde heute etwas an deinem Körper, das du schön findest – und damit meine ich nicht nur deine strahlende Persönlichkeit”. Noch nie hat etwas in einer Kursgruppe so große Diskussionen ausgelöst. Kommentare wie “An mir ist nichts schön.” oder “Mein Körper ist nur hassenswert.” oder “Ich hasse alles an mir.” waren die häufigsten. Es kommt übrigens oft vor, dass wir in der Gruppe auf den Portraitfotos nur ein Auge zu sehen bekommen, oder den Hund, oder eine Blume. Die meisten wollen nicht mal ein Bild von sich sehen, geschweige denn veröffentlichen (und wer jetzt kurz gedacht hat “na ja, mache ich auch nicht, wenn ich so aussehe wie die” sollte sich selber mal an der eigenen Nase nehmen – denn genau diese Meinung ist das Problem!). Denn sie bekommen unweigerlich negative Kommentare – und die sind wirklich verzichtbar. Wir haben übrigens größte Probleme, für Erfolgsgeschichten brauchbare “Vorher-Fotos” zu bekommen. Denn Übergewichtige schämen sich meistens derartig für ihren Körper, dass sie sich kaum fotografieren lassen – und dann gibt es eben kaum Fotos von “früher”.

Der Artikel in der “Zeit” gefällt mir besser, weil ich auch finde, dass ein krampfhaftes “Ich bin super, wie ich bin” nicht glücklich macht – wenn es krampfhaft ist. Aber ich glaube, dass es unglaublich wichtig ist, dass wir das Schöne auch im “Unperfekten” finden und Menschen mal einfach “sein” lassen. Und dann ist “du bist schön (und okay!), wie du bist” sehr heilsam – und ganz wichtig, wie ich finde.

Ich habe schon ganz zu Beginn meiner Ausbildung gelernt, dass nichts unsympathischer ist als ungefragter Ratschlag. Daran halte ich mich strikt. Wenn jemand Fragen hat, wie er seine Ernährung verbessern kann oder abnehmen kann, dann helfe ich gerne. Sonst sage ich nichts. Niemals. Und ich erlaube mir nicht mal “heimlich” eine Meinung dazu. Denn ich weiß aus der Erfahrung mit vielen Tausend Menschen: du kennst nie die Geschichte, die dahinter steckt und weißt nicht, wie dieser Mensch an diesem Punkt seiner Reise gelandet ist.

  • Übergewichtige brauchen dich nicht, um zu wissen, dass sie übergewichtig sind.
  • Du weißt nicht, was sie schon alles unternommen haben um abzunehmen, ob sie gerade etwas tun oder ob etwas ganz anderes dahinter steckt (sexueller Missbrauch, gesundheitliche Probleme,… da gibt es mehr Gründe, als du wahrhaben willst).
  • Dein “hilfreicher Ratschlag” hilft nicht – aber kann potentiell viel Schaden anrichten.
  • Wenn es nicht ein enger Freund oder ein enges Familienmitglied oder jemand ist, der dich direkt und offen um deine Meinung gefragt hat, geht es dich einfach nichts an.

Wie meine Oma immer gesagt hat: “Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag doch lieber einfach gar nichts.” Wir sollten uns gegenseitig aufbauen und unterstützen, nicht fertig machen und erniedrigen.

Deswegen: wenn du weißt, wovon du redest, kannst du vorsichtig deine Hilfe anbieten (auch nicht immer angebracht!) – sonst: haltet doch bitte einfach endlich die Klappe!

33 Kommentare zu „Ist es ok dick zu sein?“

  1. Liebe Sasha,
    ich habe eben erst diesen Beitrag gelesen und war auch gerührt und bin gleichzeitig dankbar für deine klaren Worte. Wir bräuchten viel mehr Bewegung in diese Richtung.

      1. Petra Pichler

        Liebe Sasha,
        ich hatte 166kg als ich mit dem Powerprogramm gestartet habe, das war vor zwei Jahren. Natürlich fühlte ich mich nicht schön damit, inzwischen bin ich bei 140kg angelangt, auch mit vielen Rückschlägen, aber ich verfolge mein Ziel unter 100kg zukommen. Ich find mich immer noch nicht schön, aber ich hab gelernt mich zu mögen, mache Stellen mehr und manche auch gar nicht. Danke für deinen Artikel, tut gut zu lesen.
        Lieben Gruß Petra

  2. Toll geschrieben! Du bist ein guter Mensch mit echt tollen Ansichten!! Hut ab vor dir und deiner Arbeit! Du tust so vielen Mensch so gut! Auch mir! Ich bin davon überzeugt das du mein Leben gerettet hast! Weiter so! ????

  3. Annette Geller

    Liebe Sasha, dem ist nichts hinzuzufügen,Du hast es phantastisch auf den Punkt gebracht.
    Ich gehöre zu den Frauen, die nach der Menopause ein paar Kilo zugenommen haben, war aber nicht übergewichtig. Dennoch habe ich darunter gelitten.
    Mit FF habe ich schon wieder etwas abgenommen, bin aber noch nicht da, wo ich gerne hin will. Manchmal kann mich das täglich quälen und der Blick in den Spiegel ist meist ein kritischer. Aber ich bin mir dessen immer bewusst und versuche immer öfter mich mit liebevollen Augen zu sehen.
    Noch eine Anmerkung zu den Vorstellungen wie Frauen auszusehen haben: als Teenager und bis in meine 40-er hatte ich Kleidergröße 36/38. Wenn jemand von dicken Menschen sprach, fühlte ich mich angesprochen. Magermodels haben auch in den 70 ern schon das Frauenbild dominiert.
    Insofern wäre ein neuer Blick auf uns Frauen, den aber wir selber bestimmen, dringend dringend nötig.

    1. Verena Koch

      Herzlichen Dank für die deutlichen Worte die wohl jedem übergewichtigen Menschen Tränen der Rührung in die Augen treiben. So wahr sind deine Worte .
      Alles erdenklich gute für dich
      Lg Verena

  4. Klaus-Peter Baumgardt

    Den Film, um den es im ZEIT-Artikel geht, und zwei Interviews habe ich mir angeschaut – Fazit: Männer kommen nicht vor, und den beteiligten Frauen fällt gar nicht auf, dass sie etwas vom „Übergewichtsproblem“ vergessen haben…

  5. Danke … Einfach nur Danke! Ich hab grad ein bissl feuchte Augen … Woher kennst du mich so genau? ????

  6. Petra Strasser

    Das ist der BESTE Artikel, den ich bis jetzt gelesen hab!!! Seh ich ganz genauso und ich wünschte die Leute würden sich alle so empathisch verhalten.
    Vielen Dank für diese wunderbaren Zeilen!

  7. Carmen Steinschnack

    Liebe Sasha,
    danke für diesen tollen Beitrag, der es auf den Punkt bringt. Ich war früher auch so, dass ich immer dachte, ich müsste mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen die ganze Welt retten. Bis ich gelernt habe, dass Rat(schläge) meistens nicht erwünscht sind.
    Seither gilt für mich: „Wenn du nicht gefragt wirst, bist du nicht gefragt! “
    Das Leben wird so viel leichter, wenn man die anderen so annimmt, wie sie sind. Es ist unglaublich anstrengend, ständig besser wissen zu wollen, wie andere zu sein und zu leben hätten. Da kann man viel Energie sparen und sinnvoller einsetzen.
    Und es ist genau so, wie du sagst: das, was wir in einem kurzen Moment sehen, gibt niemals Aufschluss über die Geschichte, die dahinter steht.
    Wir wissen gar nix!
    Danke, Carmen

  8. Pichler Petra

    VIELEN VIELEN DANK FÜR DIESEN ARTIKEL.
    Schön zu lesen wie du das siehst. Tut mir unheimlich gut. Vielen Dank für deine Worte!

  9. Sabrina Padrutt

    Liebe Sasha!!
    Ich danke dir für diese Worte. Ich bin gerade SEHR gerührt!!! Weil sich nur wenige da gute Gedanken dazu machen.
    Auch ich gehöre zu den Menschen, die zu viel an Gewicht haben, dich das war bis vor einigen Jahren nicht so.
    Ich war wirklich SEHR schlank. Ich nahm zwar schnell zu, wenn ich mal ein bissl mehr aß, bekam es aber immer sofort in den Griff, wenn ich mich wieder daran hielt.
    Als ich überraschend schwanger wurde hörte ich sofort mit dem Rauchen auf (erfuhr im 4. Monat von der Schwangerschaft). Ich erbrach die gesamte Schwangerschaft jedes einzelne Essen und danach hatte ich 35kg mehr drauf. Auch nach der 2. Schwangerschaft blieb es so.
    Ja, mittlerweile hab ich unzählige Diäten (auch mit Ärzten) und Ernährungstipps durch und ich bekomm es einfach nicht runter. Und immer höre ich von den Leuten, dass ich doch einfach weniger essen soll, nur Gesundes Essen soll, dieses und jenes vermeiden soll, einfach nicht so faul sein und mehr Sport machen soll……..
    Dass ich das alles aber mit äußerster Disziplin machte und sich nichts veränderte interessiert niemanden. Ich bin oft schon sehr verzweifelt, auch ich bin überzeugt, dass sich niemand der Übergewicht hat wohl fühlt. Ich würde mich sehr über weniger Gewicht freuen, auch meine Gelenke, mein Rücken, meine Energie….. Ja natürlich auch mein Spiegelbild.
    Ich bin nun schon so lange dran und es verletzt oft, wie die „Gesellschaft“ darauf reagiert.
    Und deswegen danke ich dir für deine liebevollen Worte.
    Alles Liebe und herzliche Grüße liebe Sasha!!
    Sabrina Padrutt

  10. Vielen Dank für diesen Artikel! Es sind gerade zum Thema „Gewicht/Übergewicht“ immer wieder unqualifizierte Publikationen in diversen Medien zu finden, die in Wahrheit niemandem helfen (schon gar nicht den Betroffenen). Offenbar fühlen sich sehr viele Jounalisten dazu berufen ihren seinen Senf dazu geben zu müssen, zumeist mit pseudowissenschaftlichen Statements. Kann mich dem Kommentar von Sashas Oma nur anschließen.

  11. Britta Rudigier

    Sehr sehr kluge Worte. Frau Walleczek trifft es auf den Punkt.
    Immer wieder aufbauende und freundliche Statements. Vielen Dank dafür!

  12. Gut geschrieben, dem kann ich mich zu 100 % anschließen. Ob (zu) dick oder (zu) dünn oder sonstiges, jeder kennt doch seine Probleme. Und wenn man sich die eigenen nicht eingestehen will ist es immer leicht, bei anderen zu suchen. Nobody is perfect. Wahrscheinlich hat sich jeder mal dabei ertappt, dass er gleich beim Anblick von jemandem ein Urteil gefällt hat, aber da kann man sich nur selber bei der Nase nehmen und versuchen, es nächstes Mal zu lassen. Und wenn man sich wohlfühlt wie man ist, dann hat mans doch geschafft find ich. Schlussendlich verändert/verbessert man hoffentlich was für sich selbst und nicht, weil irgendein Heini glaubt, er muss seine ungefragte, unerwünschte und überflüssige Meinung kundtun. Man sieht in keinen hinein, wie es so schön heißt.

  13. Evi Büchl

    Großartig, liebe Sasha!!! Vielen Dank für diese klaren, empathischen Worte!!!
    Mir stößt es übrigens – als kleiner Nebensatz gemeint – immer furchtbar sauer auf, wenn die Magersüchtigen mit großer Sorge und Mitleid betrachtet werden und die Übergewichtigen mit Hohn und Verachtung – BEIDES hat psychologische Hintergründe und BEIDES ist gleichermaßen schwierig zu „behandeln“.
    Danke, dass du einmal klargestellt hast, wie die Innenwelt eines extrem Übergewichtigen aussieht.
    Abnehmen beginnt im Kopf, und erst, wenn man sich darüber im Klaren ist, dass das so ist, können Prozesse anfangen stattzufinden, die dem Abnehmen zuträglich sind. Und ein Übergewichtiger hat da tagtäglich viele Hürden zu überwinden.
    Und zum Thema „in den Spiegel schauen und sich schön finden“: Man braucht das nicht zu sagen, wenn man es nicht fühlt. Aber man kann sagen „Ich werde jeden Tag ein bisschen schöner!“.
    Das macht schon sehr viel Gutes mit dem Selbstwertgefühl!!!
    Liebe Grüße, Evi

  14. Super, wie du das zusammengefasst hast. Es bringt einfach alles auf den Punkt. Ich mag deine Kommentare sehr.

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