Wenn’s mal schnell gehen muss: 6 gesunde "Fast Food"-Optionen aus dem Supermarkt

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Manchmal hat man einfach keine Zeit oder – wenn man ehrlich ist – einfach keinen Bock, dass man sich vorher überlegt, was man bei der Arbeit zu Mittag essen kann. Und dann wird’s plötzlich Mittag, man hat Hunger und die einzige Möglichkeit ist der Supermarkt nebenan. Aber muss das dann gleich zur “Katastrophe” ausarten? Nein! Wir haben eine Liste möglicher Mittagessen zusammengestellt, die man sich schnell im Supermarkt “zusammen suchen” kann, die man schnell essen kann und die auch in eine gesunde Ernährung problemlos reinpassen.

Zu diesem Thema gibt es übrigens auch ein ausführliches Video in Faustformel Premium. Denn für viele von euch ist das Vorausplanen am Anfang gar nicht so einfach – oder es fehlt eben manchmal wirklich an der Zeit. Eines unserer wichtigsten “Gebote” im Faustformel System ist ja auch: “Ungefähr ist gut genug!”.

Mit anderen Worten: man muss nicht immer absolut perfekt essen, um sich gesund zu ernähren und dabei abzunehmen! Ausnahmen und Kompromisse sind erlaubt und gehören dazu!

Also: was kann man sich im Supermarkt schnell “zusammensuchen”?

Wer die Faustformel noch nicht so ganz im Kopf hat: eine Hauptmahlzeit besteht aus ca. einer Handtellergröße Eiweiß, maximal einer Faustgröße stärke- oder zuckerhaltigen Kohlenhydraten und mindestens zwei Faustgrößen Gemüse. (Einen Überblick über die Regeln des Faustformel Systems kannst du dir mit dem kostenlosen Poster zum Ausdrucken verschaffen – lade es dir hier gleich herunter)

Das sind die gleichen Kriterien, die wir auch für diese Mahlzeit anlegen.

Am einfachsten ist es meistens, wenn wir mit der Eiweißquelle anfangen, oder mit einem “Teil”, den es schon fertig zu kaufen gibt. Z.B. den fertigen Salaten.

1. Fertige Salate – evtl ergänzt

In vielen Supermärkten gibt es in der Kühlabteilung fertige Salate mit verschiedenem Gemüse und zB mit Thunfisch, Schinken, Käse oder Ei (oder einer Kombination davon). Der Salat liefert uns die “Gemüsefäuste”, Thunfisch, Schinken, Käse und/oder Ei das Eiweiß (sollte ca. eine Handtellergröße ausmachen). Wenn Mais, Couscous, Nudeln oder Bohnen auch dabei sind, dann bringt uns das auch noch die stärkehaltigen Kohlenhydrate (Bohnen liefern auch zusätzlich Eiweiß). Da ist also alles dabei, was man für eine Mahlzeit nach der Faustformel braucht.

Verbesserungen:

Zu wenig oder kein Eiweiß (also weder Thunfisch, noch Schinken, Ei, Käse etc. oder weniger als eine Handtellergröße alles zusammen):

Tipp: kauf dir zum Salat noch einen Becher Hüttenkäse, eine Dose Fisch (siehe weiter unten), einen Becher Hummus oder eine Dose Bohnen (davon dann aber nur ca. die Hälfte essen).

Keine stärkehaltigen Kohlenhydrate (die “Stärkefaust” fehlt):

Wenn kein Mais, kein Couscous, keine Nudeln, keine Bohnen oder keine Croutons/Brotwürfel dabei sind, dann könntest du noch ein Stück Brot (oder 1-2 Scheiben Knäckebrot) dazu essen. Knäckebrot kann man übrigens auch  gut auf Vorrat in der Schreibtischschublade aufbewahren. Es ist aber auch okay, die “Stärkefaust” gelegentlich wegzulassen.

Dressing:

Die fertigen Dressings, die man zu den Salaten dazu kaufen kann, sind leider oft nicht ideal. Vor allem deswegen, weil sie wenig bis kein Öl enthalten, dafür umso mehr Süßstoffe und/oder Zucker. Sieh zu, dass du dabei den besten Kompromiss findest und Zucker/Süßstoffe so gut es geht vermeidest. Wenn du dir öfter Salat aus dem Supermarkt holst, dann überleg dir, ob du dir fürs Büro nicht Olivenöl und Essig zulegst oder dir eine fertige Mixtur in der Flasche von zu Hause mitbringst – ist billiger und schmeckt viel besser!

2. Hummus oder Hüttenkäse Kombination

Hummus – also ein Mus aus Kichererbsen und Sesam – gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Er dient uns bei dieser Mahlzeit als Eiweißquelle – d.h. wir brauchen jetzt noch 2 Faustgrößen Gemüse und die “Stärkefaust” (obwohl ein Teil der Kohlenhydrate auch schon von den Kichererbsen geliefert wird).

Hüttenkäse gibt es mit und ohne Kräuter und er liefert extrem hochwertiges Eiweiß – außerdem schmeckt er gut zu Gemüse und auf Brot. Und ja, nimm bitte die Vollfettversion, nicht die Magerstufe!

Such dir in der Gemüseabteilung Gemüse aus, das man gut roh knabbern kann – oder mit dem man den Hummus  bzw Hüttenkäse vielleicht sogar “herauslöffeln” kann. Dazu eignen sich gut Selleriestangen, Gurken (die Mini-Version oder eine Salatgurke in Stäbe geschnitten), Karotten (im Ganzen oder hübsch aufgeschnitten – je nachdem was deine Möglichkeiten erlauben), Paprika (den muss man aber aufschneiden, wenn man ihn zum Dippen verwenden will) oder zB Chicoree (die einzelnen Blätter eignen sich hervorragend zum Löffeln und die Bitterstoffe sind gut für die Leber).

Wenn du magst, kannst du dazu noch 1-2 Scheiben Knäckebrot oder ein kleines “Weckerl” (Brötchen) dazu essen. Wenn es Vollkorn ist, ist es ein nettes Plus, das muss aber nicht unbedingt sein (ja, Vollkorn ist meistens besser – aber man muss auch mal einen Kompromiss machen können, ohne dass davon die Welt untergeht).

3. Fischdosen-Kombination

Fischdosen (oder auch fertige Fischsalate von der Theke) sind viel besser, als ihr Ruf. Auch die in “Sauce” sind, sind oft völlig okay! Ich achte darauf, dass der Fisch aus nachhaltigem Fang ist (also zB MSC-zertifiziert) und dann lese ich das Etikett: ich möchte, dass vor allem Zutaten enthalten sind, die ich auch selber zu Hause hätte: also Gewürze,Tomatenmark, etc, aber keine Aromen, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Wenn ein bisschen Zucker weiter unten auf der Zutatenliste vorkommt, stört mich das nicht.

Fisch liefert uns tolles Eiweiß – dazu brauchen wir wieder Gemüse und eine “Stärkefaust” – auch hier greife ich zum bewährten “Knabbergemüse” und Knäckebrot. Fertig!

Fischkonserven und Knäckebrot ist übrigens eine tolle Kombination für ein “Notfall-Essen” aus der Schreibtischschublade. Beides hält sich ewig und die Kombination enthält hochwertiges Eiweiß, gute Fette, hält den Blutzucker stabil und gibt Energie. -Wenn das Gemüse mal fehlt ist das kein Beinbruch. Das kann man ja zu einer anderen Mahlzeit nachholen.

4. Belegtes Weckerl/Brötchen PLUS

Am einfachsten ist es natürlich, wenn man sich ein belegtes “Weckerl” (Brötchen) holen kann. Dabei gibt es Folgendes zu beachten:
1) die fertigen “Tramezzini” oder abgepackten Sandwiches, die nicht frisch vor Ort zusammengestellt werden, sind oft voll mit Konservierungsmitteln – daher unbedingt Etiketten lesen!
2) Brot ist billig, der Belag ist teurer – dementsprechend sind Weckerl/Brötchen oft eher sparsam belegt. Wir wollen aber ein besseres Verhältnis von Kohlenhydraten zu Eiweiß. Uns ist es daher lieber, wir essen nur ein Weckerl/Brötchen (= 1 Faustgröße), dafür ist das dann gut belegt (=1 Handtellergröße Eiweiß). Wenn du dir das frisch zusammenstellen lassen kannst, dann lass dir dein Weckerl/Brötchen also unbedingt dick belegen. Wenn dir das Eiweiß ein bisschen wenig vorkommt, dann schau, ob du noch ein hart gekochtes Ei (gibt es manchmal einzeln), einen halben Becher Hüttenkäse oder ein paar Blätter Schinken getrennt dazu essen kannst. Das ist alles nicht Vollkorn? Mach dir keinen Stress – hin und wieder ist das kein Drama.

Was fehlt uns jetzt noch? Richtig! Gemüse! Also auf in die Gemüseabteilung – und such dir dort zwei Faustgrößen deines “Lieblingsknabbergemüses”.

5. Warme Suppe

Wenn du die Möglichkeit hast, dir im Büro etwas aufzuwärmen, dann sind auch fertige Suppen aus dem Kühlregal eine Option. Darauf musst du achten: ist genug Eiweiß enthalten? Was ist sonst noch drin? Keine Aromen, Hefeextrakte, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe, bitte!

Meistens ist Eiweiß in diesen Suppen von Linsen oder Bohnen, in seltenen Fällen auch mal Fleisch. Aber: oft ist leider wenig bis gar kein Eiweiß enthalten und dann ist das keine vollständige Mahlzeit. Kürbissuppen und Süßkartoffelsuppen fallen oft in diese Kategorie. Also unbedingt die Nährwerttabelle anschauen. Du suchst die Zeile mit dem “Protein”. Als Richtwert: du brauchst pro Mahlzeit idealerweise ca 20g Eiweiß. Die absolute Untergrenze wäre für mich bei 10g für deine Portion. Schau aufs Etikett: wenn zB 4g Protein pro 100g enthalten sind und die Portion 400g hat, sind das 16g Eiweiß und damit perfekt.

Tipps:

Genug Eiweiß ist vorhanden, aber zu wenig Gemüse (Etiketten lesen!):

Schneide eine Karotte und eine kleine Zucchini in kleine Würfel und lass sie kurz mitköcheln. Fertig!

Zu wenig Eiweiß?

Hol dir ein paar Shrimps, ein Fischfilet (beides TK) oder eine halbe Dose Bohnen und lass sie in der Suppe gar ziehen. Ganz einfach!

6. Fleisch von der Warmhaltetheke

In vielen Supermärkten gibt es an der Fleischtheke auch warme Gerichte, zB faschierte Laibchen (Fleischpflanzerl, Buletten) oder Brathendl bzw. gegrillte Hühnerbeine (gegrillte Hähnchenbeine). Der Kartoffelsalat dazu ist vielleicht nicht ideal, weil er in den seltensten Fällen vor Ort gemacht wurde und daher gerne Konservierungsstoffe enthält, aber eine Faustgröße davon dazu ist hin und wieder kein Beinbruch – und dann fehlt uns nur noch das Gemüse, damit eine Mahlzeit nach der Faustformel daraus wird: einen kleinen fertigen, gemischten Salat aus dem Kühlregal oder 2 Fäuste vom obligatorische Knabbergemüse. Mahlzeit!

Im Video in Faustformel Premium besprechen wir noch einige andere Ideen und auch, woran man einen “guten” Aufstrich erkennt und solche, die man lieber meiden sollte. Noch kein Mitglied? Dann wird es allerhöchste Zeit! 😉 Ab 15,95 pro Monat bist du dabei. Hier findest du mehr Information dazu!

Was isst DU, wenn es mal superschnell gehen muss und du dir nur im Supermarkt etwas kaufen kannst? Erzähl es uns in den Kommentaren – die tollsten Tipps kommen oft direkt von euch!

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Sasha Walleczek
Mag. Sasha Walleczek ist diplomierte Ernährungstherapeutin und Gründerin des Faustformel Teams. Als Host mehrerer Hauptabensendungen zum Thema Ernährung, Autorin von 5 Büchern und 2 Hörbüchern und Entwicklerin des Faustformel Systems hat sie in den letzten 12 Jahren über 10.000 Menschen dabei geholfen einen entspannten Zugang zum Essen zu entwickeln und ihr Wohlfühlgewicht zu erreichen.

7 Kommentare zu „Wenn’s mal schnell gehen muss: 6 gesunde "Fast Food"-Optionen aus dem Supermarkt“

  1. Vor dem Einkaufen, wenn man schon Hunger hat oder als Zwischenmahlzeit ein Stück Obst und naturbelassene Nüsse… bevor man vor lauter Hunger nur Bödsinn einkauft.

  2. Hüttenkäse natur verrührt mit Kernöl und Kräutern der Provence, Knäckebrot und Knabbergemüse – und ich bin selig 🙂

  3. Tanja Pötscher

    1 Flasche gemischten Gemüsesaft (ev. mit Suppenwürfel vorsichtig erwärmen)
    +
    1 Obst
    +
    1 Becher Topfen
    +
    ein paar Nüsse
    oder
    Tomaten
    + Avocado
    + marinierter / geräucherter Tofu
    + Pumpernickel

  4. Mozarella mit Tomaten und Brot. Geht schnell, kann man leicht in der Arbeit zubereiten und ist sehr lecker.

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