Die 7 häufigsten Fehler, die (fast) jeder beim Abnehmen macht

Die 7 häufigsten Fehler, die (fast) jeder beim Abnehmen macht

Ich habe in den letzten 10 Jahren mit vielen Tausend Menschen gearbeitet und ihnen dabei geholfen ihr Wunschgewicht zu erreichen. Wenn jemand bei mir “landet”, fallen mir immer ein paar ganz typische Fehler und Missverständnisse auf, die sehr viele Menschen beim Abnehmen machen – und die das (langfristig erfolgreiche!) Abnehmen total unmöglich machen. Oft sind es sogar Dinge, die einem von der wohlmeinenden Umgebung auch noch eingeredet werden – wie zB: dann mach halt ein bisschen mehr Sport und iss halt weniger!

Über jeden dieser Punkte könnte ich stundenlang reden – deswegen gibt es einen Online-Vortrag, in dem ich auf diese Fehler genauer eingehe (falls dich das interessiert kannst du dich hier anmelden – und keine Angst der Vortrag dauert nicht stundenlang 😉 ). Heute wollte ich aber als kleinen Vorgeschmack zumindest mal eine kleine Übersicht über die 7 Punkte zusammenstellen, die ich am wichtigsten finde:

Fehler Nr 1: Man arbeitet gegen den Körper – oder “isst einfach mal weniger”

Isst du womöglich sogar zu wenig, um langfristig abnehmen zu können?
Es gibt viele Studien, die zeigen, dass so gut wie keine Diät langfristig funktioniert. Denn wer hungert um abzunehmen oder “einfach weniger zu sich nimmt, als er verbrennt”, der nimmt zwar kurzfristig ab, aber langfristig wieder zu. Das liegt daran, dass der Körper sein Gewicht verteidigt (und sparen lernt). Aber wie nehmen dann manche Menschen trotzdem erfolgreich ab? Indem sie ihren Körper ins Gleichgewicht bringen und den “Set Point” (das Gewicht, das der Körper für “richtig” hält und daher mit allem, was er hat, verteidigt”) langsam senken. Das macht man aber nicht, indem man einfach mal weniger isst (und damit hungrig bleibt), sondern indem man den Körper mit allen Nährstoffen versorgt, die er braucht und das natürliche Sättigungsgefühl trainiert. Ich habe dazu im Webinar auch noch ein tolles Beispiel, an dem ich das noch anschaulicher erklären möchte – das ist aber im Vortrag einfacher als in einem Blog-Artikel.

Fehler Nr 2: Sport wird überschätzt, Alltagsbewegung unterschätzt

Bringst du deinen Körper durch zu viel Sport zusätzlich in den Sparmodus?
Erklärt dir jeder, dass du unbedingt mehr Sport machen musst, um abzunehmen?
Sport ist beim Abnehmen relativ unwichtig. Das zeigen auch viele Studien. Ja, es macht das Abnehmen im Schnitt ein bisschen effektiver, wenn man zusätzlich zur Ernährungsumstellung auch noch Sport macht – um ca 0,5 bis 1 kg nach mehreren Monaten regelmäßigen Trainings….. Bitte nicht falsch verstehen: Sport ist für unsere Gesundheit extrem wesentlich – aber eben nicht zum Abnehmen. Und viele übertreiben es damit auch (und schicken dann ihren Körper, kombiniert mit Punkt 1 von “einfach weniger essen (oder möglichst wenig essen)” lustig in den “Sparmodus” – und plötzlich bewegt sich gar nichts mehr.

Fehler Nr 3: Von kurzfristigem auf langfristigen Erfolg schließen

Könnte es sein, dass du zwar kurzfristig ganz gut abnimmst, aber in mehreren Wochen alles und noch mehr wieder drauf hast?
Es gibt viele Programme, die kurzfristig funktionieren. Das Problem ist, dass kaum eines langfristig funktioniert. Das zeigen viele, viele Studien. Nach ein oder zwei Jahren ist das ganze Gewicht wieder drauf (und meistens noch ein bisschen “Reserve” zusätzlich). Viele geben sich dann selber die Schuld und machen das gleiche Programm noch einmal – oder am besten noch “strenger” als vorher. Ohne zu sehen, dass es oft am Programm selber liegt, warum man danach wieder zunimmt. Den gleichen Fehler machen sogar viele Wissenschaftler. Auch darauf gehe ich im Webinar detaillierter ein.

Fehler Nr 4: Grundlos ganze Lebensmittelgruppen weglassen

Wer eine Unverträglichkeit hat, sollte auf seinen Körper hören (siehe nächster Punkt) – aber viele lassen ganze Lebensmittelgruppen völlig grundlos weg und denken, dass das fürs Abnehmen ausschlaggebend ist. Zum Beispiel ist es extrem sinnvoll, dass man die Insulinausschüttung nach einer Mahlzeit minimiert (dazu habe ich eine tolle Grafik, mit der ich das im Vortrag besser erklären kann) – aber die Schlussfolgerung, dass es dann besser ist, wenn man gar keine (stärke- oder zuckerhaltigen) Kohlenhydrate isst, ist deswegen nicht unbedingt richtig (und kann bei Frauen mit Schilddrüsenproblemen auch zu Problemen führen). Genauso wenig wie Gluten die Wurzel allen Übels ist (wer Gluten nicht verträgt, soll es unbedingt weglassen – aber die allermeisten vertragen Gluten, wenn das Getreide sorgfältig zubereitet wurde, problemlos).

Aber viele sagen dann doch, dass es ihnen ohne Kohlenhydrate/Gluten etc besser geht? Warum ist das so? Ich behaupte: weil sie achtsamer mit ihrer Ernährung umgehen, weil sie nicht einfach ohne nachzudenken Wurstbrote, Pizza oder Nudeln mit Sauce in sich hineinstopfen können und dementsprechend eher frisch kochen oder mehr Gemüse essen (und außerdem vermutlich zu jeder Mahlzeit mehr Eiweiß zu sich nehmen) – und DAS macht den Unterschied aus. Würden sie aber jetzt plötzlich auf “glutenfreie, low carb Fertigpizza” umsteigen, wäre der positive Effekt ziemlich schnell weg. Aber wenn sie zur “neuen, besseren” Ernährung noch die eine oder andere kleine Kartoffel oder kleine Handvoll Nudeln oder ein Stück gutes Roggensauerteigbrot essen, würde es keinen Unterschied machen (und wäre langfristig befriedigender und leichter durchzuhalten).

Fehler Nr 5: Unverträglichkeiten werden unterschätzt, viele hören nicht auf ihren Körper

Gehörst du auch zu denen, die ein Stück Kuchen oder ein Glas Prosecco nur anzuschauen brauchen und haben am nächsten Tag gleich 1 kg oder mehr auf der Waage? Bist du einfach viel zu müde für Sport und nach einer Mahlzeit oft extrem erschöpft?
Dann könnten Unverträglichkeiten bei dir eine Rolle spielen. Wir erleben immer wieder, dass das Gewicht (vor allem der “Wasserstau” und der aufgeblähte Bauch) plötzlich fast wie von selbst sinkt, wenn man die Dinge weglässt, die man nicht gut verträgt. Was mir ganz wichtig ist: das betrifft absolut nicht jeden, sondern eine kleine Gruppe von Menschen – aber für die ist es extrem wichtig. Oft sind das die Frauen, die seit Jahren mit dem Gewicht kämpfen und alles mögliche probiert haben, ohne dass sie wirklich Erfolg haben. Viele ignorieren die (oft recht deutlichen!) Signale ihres Körpers komplett – was auch dazu führt, dass Heißhungerattacken eher auftreten und das Sättigungsgefühl verschwindet. Wer die Zeichen seines Körpers jahrelang ignoriert, bekommt eben stärkere Signale geschickt 🙂

Fehler Nr 6: Unterschätzen des Suchtpotentials und der Belohnungswirkung von Lebensmitteln

Es gibt Lebensmittel, die im Gehirn die gleiche Wirkung haben wie Drogen. Da “leuchtet” am Gehirnscan das “Belohnungszentrum” auf. Evolutionsmäßig sind das Nahrungsmittel, die gleichzeitig fett, süß UND salzig sind – weil es die in der Natur einfach sehr selten gibt und die Nährstoffkombination besonders nützlich für uns ist – wenn man ein Steinzeitmensch ist. Deswegen “aktiviert” uns das auch und wir machen uns aktiv auf die Suche danach. Es lohnt sich also für unser Gehirn, darauf besonders zu reagieren. Wenn man solche Dinge oft isst, dann “überlagert” aber das Belohnungssignal unser Sättigungsgefühl. Und je öfter wir davon essen, umso mehr geht das natürliche Sättigungsgefühl verloren.

Dazu kommt aber noch mehr: heute sind Lebensmittel nicht einfach nur fett, süß und salzig (das wären normale Pommes oder der Schokokuchen von der Oma nämlich zB auch), sondern sind “Designerfood” – das mit Geschmacksverstärkern und Aromen (und Konsistenz etc) so “entworfen” wird, dass es unser Belohnungszentrum extrem aktiviert – und unser Sättigungsgefühl praktisch “ausschaltet”. Wer regelmäßig über seinen Sättigungspunkt hinaus weiter isst, der bringt seinem Körper bei, den “Set Point” (das Gewicht, dass der Körper glaubt zu brauchen) nach oben zu verschieben – und plötzlich “verteidigt” der Körper ein viel höheres Gewicht. Aromen und Geschmacksverstärker sind nicht schädlich, weil sie “giftig” sind, sondern weil sie unser Sättigungsgefühl zerstören.

Fehler Nr 7: Lassen sich von Kleinigkeiten verunsichern

“Ich war gestern total brav und habe heute 300 g mehr – das funktioniert alles für mich nicht!” Nach über 10 Jahren und vielen Tausend Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, kann ich eines sagen: Abnehmen ist nicht linear. Unser Körper ist ein selbstorganisierendes, biologisches System – und in der Natur gibt es keine geraden Linien. Wir sind eben KEINE Maschine. Dementsprechend wird das Gewicht IMMER schwanken. Und man wird nicht jedes Mal fürs “Bravsein” belohnt. Manchmal hält man sich an alle Regeln und das Gewicht steht hartnäckig (oder geht sogar ein paar Hundert Gramm nach oben!), dann ist man manchmal weniger “streng” und plötzlich ist ein Kilo weg. Wir hatten in unserem Faustformel Stoffwechsel S.O.S. Programm Fälle, die haben an den Fasttagen zugenommen (!!) und an den Esstagen abgenommen!

Abnehmen funktioniert nicht linear – was zählt ist der Trend über Wochen und Monate. Denn wir wollen ja, dass du für immer dein Wunschgewicht erreichst. Mir persönlich ist es daher oft ziemlich egal, wie viel jemand während der 10 Tage Stoffwechsel SOS abnimmt und ob das 1, 2, 3 oder 5 kg sind – was zählt, ist, wie es danach weitergeht und ob das Gewicht nach 6, 12 oder 18 Monaten noch immer weg ist.

Was ich garantieren kann: dazwischen wird das eine oder andere Gramm auch wieder mal nach oben gehen – da muss man cool bleiben und darf sich von so Kleinigkeiten nicht verunsichern lassen und den ganzen Kram hinschmeißen, weil es mal eine Woche (oder zwei) nicht so läuft, wie man das geplant hatte.

Weil ich diese Punkte so wichtig finde, habe ich einen kostenlosen online Vortrag zusammengestellt, in dem ich alle diese Punkte ein bisschen genauer erkläre – wenn du Lust hast, schau vorbei!
>> https://start.faustformel.com/webinar-7-fehler

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