Gesund essen am Weihnachtsmarkt – geht das?

Gesund essen am Weihnachtsmarkt. Geht das?

Weihnachten steht bald vor der Tür und an jeder Ecke starten die Weihnachtsmärkte. Und es ist einfach so nett, mit lieben Freunden eine Runde über den Markt zu drehen und den einen oder anderen Glühwein zu trinken. Aber auf der anderen Seite wäre es schon irgendwie toll, wenn man im Frühjahr nicht unbedingt einige Kilo zusätzlichen “Winterspeck” loswerden müsste, nur, weil man es sich am Weihnachtsmarkt (zu) gut gehen hat lassen. Und gerade Frauen über 40 fällt das Abnehmen oft schwerer – und dann “büßt” man jedes kleine, zusätzliche Weihnachtskeks im Januar gleich doppelt! Gibt es einen Ausweg?

Das Faustformel System soll vor allem eines vermitteln: einen entspannten Zugang zur gesunden Ernährung. Strenge Programme, bei denen “nichts” erlaubt ist und die man wochenlang “durchziehen” muss, gibt es genügend. Aber bei uns landen viele Menschen, die schon einige Diäten hinter sich haben (wir nennen sie “diätgeschädigt” 🙂 ) und gerade die brauchen oft einen ganz anderen Ansatz – einen, wo auch mal eine Ausnahme erlaubt ist. Außerdem ist Essen mehr als nur die Aufnahme von Nährstoffen. Leider wird beim Thema “gesunde Ernährung” oft so getan, als würde sie im totalen “Vakuum” stattfinden – so, als hätte man neben der Ernährung nicht auch noch Familie, Beruf und Haushalt, um die man sich zu kümmern hätte. Essen ist auch ein ganz wichtiger Ausdruck unserer Kultur. Nicht vergessen, jeder Feiertag drückt sich auch übers Essen aus. Denk nur an Geburtstag (Geburtstagskuchen!), Ostern (Ostereier! Osterschinken!), Fasching (Faschingskrapfen!) oder eben auch Weihnachten (Weihnachtskekse/plätzchen! Weihnachtsgans/karpfen/suppe!) und auch wenn der Weihnachtsmarkt vielleicht keine jahrhundertealte Tradition ist, so ist es doch ein liebgewonnenes Ritual in der Vorweihnachtszeit.

Aber wie kann man es gestalten, dass man den Weihnachtsmarkt genießen kann, aber trotzdem keine zusätzlichen “Weihnachtsmarktkilos” nach Hause schleppt?

Theoretisch könnte man am Weihnachtsmarkt zu “kalorienärmeren Varianten” greifen, also quasi Schadensbegrenzung betreiben. Ich halte das für ziemliche Augenauswischerei. Da wird zum Beispiel empfohlen, dass man lieber Schupfnudeln mit Sauerkraut statt der Bratwurst essen sollte – weil die Bratwurst doch so fett ist. Ja, das ist sie. Aber sie enthält auch Eiweiß und man weiß heute, dass Fett alleine nicht fett macht – sondern Fett in Kombination mit Kohlenhydraten. Das Problem ist also nicht die Bratwurst, sondern die Süßigkeiten oder das Brot, das du dazu isst (oder der Glühwein, den du dazu trinkst). Sind die Schupfnudeln so viel besser? Sie liefern Mengen an Kohlenhydraten und die werden im Körper sofort zu Zucker umgewandelt. Damit steigt Insulin und in den nächsten Stunden wird kein Fett verbrannt und der überschüssige Zucker (von Schupfnudeln oder den gebrannten Mandeln zur Nachspeise….) wird in Fett umgewandelt. Fazit: ziemliche Augenauswischerei.

Was ist mit der Empfehlung, lieber den Schoko-Erdbeer-Spieß als die gebrannten Mandeln zu essen? Klar, man reduziert den Zucker damit – aber man isst trotzdem große Mengen davon. Auch hier: Augenauswischerei. Man braucht sich da nicht einreden, dass man damit “abnehmtauglich” gegessen hat.

Dann wird oft gesagt, man sollte doch lieber statt Nüssen die gerösteten Maroni essen. NEINNN! Nichts gegen Maroni, aber Nüsse liefern gute Fette, Mineralien und Eiweiß und helfen der Sättigung (und Studien zeigen, dass sie auch beim Abnehmen helfen) – während Maroni eine höhere glykämische Last (das ist ein Maß dafür, wie schnell und hoch der Blutzucker nach einer Mahlzeit ansteigt) haben als Kartoffeln. Zum Vergleich 100 g Salzkartoffeln haben eine GL von 8, 100 g Maroni dagegen eine GL von 32!! Die werden also im Körper auch sofort zu Zucker umgewandelt – 4 Mal so schnell wie Kartoffeln!

Besser die Crepe mit Apfelmus als mit Nutella? Theoretisch ja – aber praktisch ist es trotzdem eine Süßigkeit und zählt nicht als “gesunde Mahlzeit”, sondern eben als Ausnahme.

Also – was tun?

Beim Faustformel System gibt es die sogenannte 80:20-Regel: mach es die meiste Zeit richtig, dann kannst du hin und wieder tun, was du willst.

Mein Vorschlag wäre also, den Besuch beim Weihnachtsmarkt als einen “80:20-Moment” (also eine “Ausnahme”) zu planen. Die meisten von uns gehen einige, wenige Male in der Weihnachtszeit zum Christkindlmarkt. Genieße das!

Du kennst vielleicht den Spruch: “Dick wird man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten.” Da ist was Wahres dran! Denn es geht nie um die Feiertage. Der 24., 25., 26.12 oder 31.12. ist völlig egal. Die Frage ist vielmehr, was du an all den anderen Tagen machst – also von Mitte November bis zum 7.1., an denen KEIN offizieller Feiertag ist!

Mein Rat: schnapp dir deinen Kalender und wähle eine Handvoll Tage aus, die dir als deine persönlichen “Feiertage” wichtig sind. Das können die offiziellen Feiertage sein, aber auch deine ganz persönlichen, wie zB die Firmenweihnachtsfeier oder der traditionelle Weihnachtsmarktbesuch mit deinen besten Freundinnen. Und an diesen “Feiertagen” feierst du dann auch – ganz ohne schlechtes Gewissen. Du isst die Schupfnudeln nur dann, wenn du mehr Lust auf Schupfnudeln als auf Bratwurst hast, trinkst Glühwein und genießt gebrannte Mandeln oder geröstete Maroni – genau so und genauso viel, wie du gerade magst. Ganz wichtig: ohne schlechtes Gewissen!!

Und am nächsten Tag geht das Leben dann “normal” weiter – das heißt ohne Zucker oder Alkohol etc. Mit dieser Strategie kannst du Weihnachten nicht nur in vollen Zügen genießen – du wirst sehen, dein “Winterspeck” wird sich sehr in Grenzen halten, vermutlich kannst du ihn sogar komplett vermeiden.

Also: geh selten zum Weihnachtsmarkt – aber dann genieße ihn!

Ein paar Tipps für “Feiertage ohne extra Speck” haben wir dir in diesem kostenlosen Ebook zusammengestellt  – du kannst es dir hier herunterladen.

Für unsere Faustformel Clubmitglieder haben wir noch mehr: sie können sich einen speziellen Adventskalender für die Planung herunterladen und wir haben ein ganzes Xmas Modul mit kleinen Videos zusammengestellt, die die besten Feiertagsstrategien genau erklären. Du bist noch kein Club-Mitglied? Dann wird es höchste Zeit! 🙂 Für nur 1 EUR kannst du einen ganzen Monat in den Club hineinschnuppern.

Was mich noch interessieren würde: Wie hast du vor, den “Winterspeck” diesmal zu vermeiden? Erzähl es uns in den Kommentaren – oft kommen die tollsten Tipps direkt von euch!

 

2 Kommentare zu „Gesund essen am Weihnachtsmarkt – geht das?“

  1. Ein paar Tipps für “Feiertage ohne extra Speck” haben wir dir in diesem kostenlosen Ebook zusammengestellt – du kannst es dir hier herunterladen.
    Liebes Team, das funktioniert leider nicht, hab es schon dreimal probiert. Schreibt immer dass man es in 10 min bekommt, doch nach Stunden ist noch nichts da… leider. Auch das Video des gestrigen Webinares kam leider nicht an. Mit lieben Grüßen Barbara

    1. Liebe Barbara! Danke für das Feedback! Das tut mir leid, dass es da bei dir Probleme gab! Bitte schau auch noch im Spam-Ordner nach – aber wir sehen gleich nach, was da bei dir passiert sein könnte und schicken dir eine Email! Liebe Grüße, Sasha

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.