Thema der Folge:
„Mein Stoffwechsel ist kaputt.“ Diesen Satz höre ich immer wieder, besonders häufig von Frauen über 40, die schon viele Diäten hinter sich haben.
Die gute Nachricht: Dein Stoffwechsel ist nicht einfach eingeschlafen und schon gar nicht für immer ruiniert.
Unser Körper kann seinen Energieverbrauch allerdings anpassen. Wenn wir über längere Zeit sehr wenig essen, kann er zum Beispiel die unbewusste Alltagsbewegung reduzieren, uns müder machen und den Hunger verstärken. Genau dieser Anpassungsmechanismus ist das, was Sasha häufig als „Sparmodus“ bezeichnet – das heißt aber nicht, dass dein Stoffwechsel langsam oder “eingeschlafen” ist.
Finde heraus, wie du deinen Stoffwechsel wieder “aufweckst”. Und nein: Die Lösung ist, nicht noch weniger zu essen und noch mehr zu trainieren.
Inhalte der Folge:
- Kann man seinen Stoffwechsel durch Diäten ruinieren?
- Was bedeutet „Sparmodus“ wirklich?
- Grundumsatz, Sport, Verdauung & NEAT
- Warum wir uns bei Diäten oft unbewusst weniger bewegen
- Warum mehr Sport nicht automatisch mehr Gewichtsverlust bedeutet
- Welche Rolle Protein und Nährstoffversorgung spielen
- Sinkt der Stoffwechsel ab 40 tatsächlich?
- Wechseljahre, Muskelmasse und Bauchfett
- Warum Kalorien-Tracker oft ungenauer sind, als wir glauben
- „Ich esse nur 1.200 kcal und nehme nicht ab“ – was steckt dahinter?
- Wie du aus dem Kreislauf aus Diäten, Hunger und Jo-Jo-Effekt herauskommst
- Warum dein Stoffwechsel nicht kaputt ist
Wichtige Tipps aus der Folge:
- Iss nicht automatisch immer weniger.
Wenn dein Gewicht stagniert, ist die Lösung nicht unbedingt, deine Kalorien noch weiter zu reduzieren. Bei längerem Energiemangel kann dein Körper an anderer Stelle einsparen: Du wirst müder, bewegst dich (unbewusst) weniger und dein Hunger steigt. - Unterschätze deine Alltagsbewegung nicht.
Sport macht nur einen Teil unseres täglichen Energieverbrauchs aus. Auch Gehen, Stehen, Stiegensteigen und sogar kleine unbewusste Bewegungen zählen zum sogenannten NEAT. Gerade während einer strengen Diät kann der Körper genau hier Energie einsparen – oft, ohne dass du es überhaupt bemerkst. - Schütze deine Muskelmasse.
Muskelmasse zu erhalten wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger. Ausreichend Protein und Krafttraining helfen dabei, Muskeln beim Abnehmen möglichst gut zu schützen. Statt immer mehr Cardio zu machen, lohnt es sich deshalb, auch gezielt auf Muskelaufbau und Muskelerhalt zu setzen. - Versorge deinen Körper ausreichend mit Nährstoffen.
Protein ist wichtig, aber nicht der einzige Faktor. Auch Kohlenhydrate, Gemüse sowie ausreichend Vitamine und Mineralstoffe liefern deinem Körper wichtige Signale. Sehr einseitige oder extrem kalorienarme Diäten können dazu führen, dass du dich müde und antriebslos fühlst und dich dadurch automatisch weniger bewegst. - Achte auch auf deinen Schlaf.
Gerade rund um die Wechseljahre sind Schlafprobleme häufig. Zu wenig Schlaf kann dazu führen, dass du dich weniger bewegst und beim Abnehmen leichter Muskelmasse verlierst. Guter Schlaf ist deshalb ebenfalls ein wichtiger Baustein, wenn du langfristig abnehmen möchtest. - Verlass dich nicht blind auf Kalorien-Tracker.
Weder Fitnessuhren noch Ernährungs-Apps können deinen tatsächlichen Energieverbrauch oder deine Kalorienaufnahme auf die letzte Kalorie genau bestimmen. Kleine Snacks, Getränke, Portionsgrößen oder unterschiedliche Angaben in Lebensmitteldatenbanken können schnell zu Abweichungen führen. Nutze solche Werte deshalb eher als Orientierung als als exakte Rechnung. - Ab 40 ist dein Stoffwechsel nicht plötzlich kaputt.
Der Grundumsatz bricht nicht von einem Tag auf den anderen ein. Was sich aber verändern kann, sind Muskelmasse, Schlaf, Hormone und die Fettverteilung. Genau diese Faktoren können dazu beitragen, dass Abnehmen schwieriger wird – aber sie bedeuten nicht, dass dein Körper plötzlich kein Fett mehr verbrennen kann. - Arbeite mit deinem Körper statt gegen ihn.
Statt immer strenger zu werden, geht es darum, Heißhunger zu reduzieren, Sättigung wieder besser wahrzunehmen, Muskelmasse zu erhalten und deinen Körper ausreichend zu versorgen. So kann ein Kaloriendefizit entstehen, ohne dass du ständig das Gefühl hast, hungern oder verzichten zu müssen.
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- Mehr zum Thema Sparmodus & adaptive Thermogenese – Folge 64: https://faustformel.com/blog/podcast-folge-64-zerstoeren-diaeten-deinen-stoffwechsel-adaptive-thermogenese-erklaert/
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