Intervallfasten – wie man Fehler vermeidet

Intervallfasten - wie geht es richtig?

Intervallfasten ist derzeit total „in“. Bei Intervallfasten geht es darum, dass man Zeiten, in denen man wenig bis gar nichts isst, mit Zeiten oder ganzen Tagen, an denen man ganz normal isst, abwechselt, eben “im Intervall”. Wir haben uns in den letzten zwei Jahren intensiv mit diesem Thema beschäftigt und einige Regeln aufgestellt, die wir dafür wichtig finden. In diesem Artikel gebe ich dir einen Überblick über die Vor- und Nachteile der wichtigsten Formen von Intervallfasten – und auch, wie man Fehler vermeidet, die man sonst vielleicht machen würde.

Im Faustformel System geht es ja normalerweise nie darum zu hungern um abzunehmen. Bei uns geht es ja vielmehr darum, einen entspannten Zugang zur gesunden Ernährung zu bekommen und damit nach und nach sein Wunschgewicht zu erreichen. Ernährung eben, die ins Leben passt und die auch mal Ausnahmen und Feiertage erlaubt.

Aber manchmal kann man Ernährung auch als „Werkzeug“ einsetzen – um dem Körper ein Signal zu setzen, was sehr hilfreich sein kann. So kann man zB mit der Zusammensetzung der Mahlzeit steuern, dass weniger Stresshormone ausgeschüttet werden, oder wie viel Insulin man nach einer Mahlzeit braucht (je mehr Insulin, desto weniger Fettverbrennung….), man kann seinen Schlaf verbessern oder die Produktion von Serotonin oder die Entgiftung der Leber unterstützen. Und genau bei dieser Art von „Signalwirkung“ kann eben Intervallfasten hilfreich sein. Interfallfasten scheint nach derzeitigem Wissenstand die Fettverbrennung im Körper anzukurbeln, die “Müllabfuhr” im Körper zu aktivieren und den Körper sensibler auf verschiedene Hormone, wie zB Insulin, zu machen (und je weniger Insulin wir brauchen, umso eher nehmen wir ab).

Die meisten Studien über Intervallfasten werden über viele Wochen gemacht (meistens 8-12 Wochen) und dabei wird meistens verglichen, wie viele Kalorien die Gruppe der Probanden, die „intervallfastet“, im Vergleich zu der isst, die auf einer „normalen“, kalorienreduzierten Diät ist. Außerdem vergleicht man oft, wer mehr abnimmt oder wer sich länger ans Programm halten kann. Dabei schneidet Intervallfasten nicht besser ab als andere, kalorienreduzierte Diäten. Das ist aber auch, meiner Meinung nach, der komplett falsche Ansatz.

Unser Körper ist ein Wunder der Anpassungsfähigkeit. Menschen sind begnadete Allesfresser und können eine unglaublich breite Vielfalt an Nahrungsmittel verwerten – aber wir können uns auch an die unterschiedlichsten Ernährungsrhythmen anpassen.

Was man aber immer wieder in Studien feststellt: hin und wieder zu hungern scheint die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und quasi „die Müllabfuhr“ im Körper auf den Plan zu rufen. Dazu muss man aber nicht ständig hungern, das scheint auch gerade dann zu funktionieren, wenn man eben nur „hin und wieder“, also „im Intervall“ fastet.

Es gibt verschiedene Formen von Intervallfasten, die sich in letzter Zeit durchgesetzt haben:

16:8

Bei dieser, sehr beliebten Form beschränkt man seine Nahrungsaufnahme auf 8 Stunden pro Tag.  Also isst man z.B. nur zwischen 11 und 19 Uhr, aber nicht davor oder danach. Man „fastet“ also von 19 Uhr bis 11 Uhr und isst dann zwischen 11 und 19 Uhr zwei oder mehrere Mahlzeiten. In den Fastenstunden, von 19 Uhr bis am nächsten Tag um 11 Uhr  trinkt man nur Wasser, Kaffee oder Tee.

Vorteile:
Sehr leicht durchzuführen und durchzuhalten, weil es den meisten Menschen recht leicht fällt, das Frühstück wegzulassen.

  • Mögliche Nachteile:
    Es ist nicht sicher, wie lange der positive Effekt anhält, weil der Körper sich auch an diesen Rhythmus sehr schnell gewöhnt. Dieser Ansatz scheint derzeit in Tierstudien erfolgreicher zu sein als in Menschenstudien.
  • Es kann sein, dass 16:8 für Menschen, die sehr gestresst oder burnoutgefährdet sind, nicht ideal ist, weil es die Stresshormonproduktion in der Früh unnötig ankurbelt – für diese Menschen wäre es hilfreich, dass sie innerhalb von 2 Stunden nach dem Aufstehen Nahrung zu sich nehmen.
  • Nährstoffmängel: Es ist sehr schwierig, mit nur zwei Mahlzeiten ausreichend Nährstoffe zu sich zu nehmen. Wir empfehlen den Menschen, die 16:8 machen möchten, unbedingt am Nachmittag noch eine 3. Mahlzeit einzuplanen, damit die Mikronährstoffe nicht zu kurz kommen.
  • Oft schwierig von der Planung, weil man entweder die zwei Mahlzeiten SEHR gut zusammen stellen muss oder mitten am Nachmittag noch eine dritte, hochwertige Mahlzeit einplanen muss – das passt nicht in jeden Tagesablauf.

10in2

Hier wird nur jeden zweiten Tag gegessen und jeden anderen Tag nur Wasser getrunken.

Vorteile:
Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase recht einfach durchzuhalten. An den Esstagen darf man essen, was man möchte (ohne auf eine besondere Zusammensetzungen zu achten) – daher sehr einfach, weil man nicht auf eine gesunde Ernährung achten muss.

  • Mögliche Nachteile:
    Nährstoffmängel: es ist sehr, sehr schwierig, alle Nährstoffe, v.a. Vitamine und Mineralien in ausreichenden Mengen zu bekommen, wenn man nur jeden zweiten Tag isst. Vor allem, wenn man dann die Ernährung an den Esstagen nur „normal“, als eher durchschnittlich,  gestaltet. Wir haben das mehrfach durchgerechnet und sind auch mit sehr gut zusammengestellten Ernährungsplänen nie auf die Nährstoffe gekommen, die ein Mensch im Schnitt braucht. Aber viele machen ja 10in2, weil sie es einfacher finden, gerade, weil sie sich an den Esstagen nicht um eine gesunde Ernährung kümmern müssen.
  • Leberprobleme: Unsere Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan. Schadstoffe werden von der Leber u.a. über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden. Die Galle wird in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert, bis wir etwas Fettes essen. Dann quetscht sich die Gallenblase zusammen und entleert ihren Inhalt in den Darm um damit bei der Fettverdauung zu helfen. Wie es scheint, gibt es für einige Menschen Probleme, wenn sich ihre Galle jeden zweiten Tag für ganze 36 Stunden nicht gezielt entleeren kann, weil ja an Fasttagen kein (fettes) Essen in den Darm kommt.
  • Nicht gesellschaftstauglich: es ist oft schwierig an gesellschaftlichen Ereignissen, mit Freunden und Familie gemeinsame Mahlzeiten einzunehmen, wenn es sich gerade um einen Fasttag handelt.

5:2

Bei dieser Form fastet man an zwei Tagen pro Woche – in keinem bestimmten Abstand. An den Fasttagen trinkt man nur Wasser, es gibt aber auch Formen, bei denen man sehr kleine Mahlzeiten zu sich nimmt.

Vorteile:
Nach einer gewissen Gewöhnungsphase leicht durchzuhalten. Durch die Flexibilität der Planung auch sehr leicht mit sozialen Aspekten vereinbar.

  • Nachteile:
    Viel weniger Nachteile als andere Formen, weil man nur seltener fastet und damit die Nährstoffe nicht so stark zu kurz kommen bzw die Leber nicht so oft belastet wird.
  • Manchen fällt es schwieriger die richtige Motivation zu finden, wenn es keine fixen Tage gibt, an denen man fastet.
    Viele steigen auf Intervallfasten um, weil sie sich davon versprechen, dass sie schneller abnehmen.  Aber Studien zeigen, dass Intervallfasten über mehrere Wochen oder gar Monate keine Vorteile gegenüber “normalen” Abnehmformen hat. Im Gegenteil – auch hier kann es anscheinend nach und nach zum “Spareffekt” kommen, bei dem der Körper lernt, mit weniger Kalorien auszukommen und daher noch weniger zu verbrennen. Und wir wissen alle, was das heißt: man hat vielleicht das eine oder andere Kilo erfolgreich verloren, aber plötzlich nimmt man noch schneller zu, wenn man ein einziges Mal „normal“ isst.

Ich finde Intervallfasten trotzdem ein hilfreiches „Werkzeug“ – hin und wieder und unter bestimmten Umständen. Man muss es aber gezielt einsetzen, wie Intervalltraining beim Sport. Krafttraining mit schweren Gewichten oder Cardiotraining für 3 Min bis zur Erschöpfung kann extrem effektiv sein – aber keiner würde empfehlen, dass man daraufhin immer mit einer 30 kg Hantel herumläuft oder permanent so rennt, als wäre ein wildes Tier hinter einem her….. Intervalltraining ist extrem effektiv – aber man muss es gezielt einsetzen. Und zwischen den Trainingseinheiten ausreichend Erholungspausen einlegen.

Und genau so sehe ich auch Intervallfasten.

Meiner Meinung nach kommt es dabei auf folgende Punkte an:
1)   Intervallfasten ist KEINE gute Form der Dauerernährung, sondern  ein „Zelltraining“, denn es kann dabei helfen, die Fettverbrennung anzukurbeln und unsere Zellen allgemein effektiver zu machen. Man sollte also kurz und gezielt intervallfasten, dann aber wieder eine Pause einlegen. Vor allem bei den Formen, bei denen man nur jeden zweiten Tag isst.

2)   Ganz wichtig: Die Esstage sollten dabei so zusammengestellt sein, dass die Nährstoffe möglichst optimiert werden und die Entgiftung unterstützt wird. Ausreichend Eiweiß und Mineralien für die Hormonproduktion und Unterstützung der Schilddrüse, etc.

3)   An den Fasttagen sollte man nicht zu 100% fasten, sondern die Leber gezielt unterstützen, damit sie effektiv entgiften kann – denn das macht das Abnehmen einfacher und effektiver.
Wir haben daher unsere eigene Form des Intervallfastens entwickelt, die all diese Punkte berücksichtigt. Ich nenne sie „optimiertes Intervallfasten“ – oder auch „Stoffwechsel S.O.S.“, weil es dazu entworfen ist, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und die Zellen von der Zucker- auf die Fettverbrennung umzupolen.

Stoffwechsel S.O.S. (enthalten im Faustformel Premium Abo, ab nur EUR 15,95 pro Monat) kombiniert die Vorteile von Intervallfasten in möglichst optimaler Form und vermeidet die Nachteile so gut es irgendwie geht.

Sasha Walleczek
Mag. Sasha Walleczek ist diplomierte Ernährungstherapeutin und Gründerin des Faustformel Teams. Als Host mehrerer Hauptabensendungen zum Thema Ernährung, Autorin von 5 Büchern und 2 Hörbüchern und Entwicklerin des Faustformel Systems hat sie in den letzten 12 Jahren über 10.000 Menschen dabei geholfen einen entspannten Zugang zum Essen zu entwickeln und ihr Wohlfühlgewicht zu erreichen.

30 Kommentare zu „Intervallfasten – wie man Fehler vermeidet“

  1. Annabella Knechtl

    Liebe Sasha, möchte so gerne abnehmen, und hab jetzt im Vorjahr im April mit Krafttraining begonnen.Bin jetzt ziemlich frustriert, da es absolut keine Erfolge zeigt. Das ich keinen Deka abgenommen habe versteh ich schon a bissl, da ich absolut das Süsse nicht lassen kann.Aber das es beim Fettanteil sogar mehr geworden ist frustriert mich sehr.Das kann nämlich nicht mal mein Trainer beantworten.Jast du für mich Vorschläge?

    1. Liebe Annabella! Kraftraining ist SUPER – aber nicht zum Abnehmen 🙂 Überhaupt wird Sport zum Abnehmen extrem überschätzt. Abnehmen tut man nur über eine Veränderung in der Ernährung. Und ja, klar – ich habe viele Vorschläge für dich! Probier doch einfach mal unser Faustformel Power Programm (ist im Faustformel Premium Abo enthalten), da führen wir dich Schritt für Schritt durch eine Analyse deiner Ernährungsgewohnheiten und du kannst deine persönlichen „Baustellen“ mit unserer Hilfe identifizieren und dann nach und nach beheben. Dann klappt das auch mit dem Abnehmen! Liebe Grüße, Sasha

      1. Krafttraining ist super… aber nicht zum abnehmen 😀 hast ja klasse Ahnung 😉 Ein gut trainierter Muskel bzw ein hoher Muskelanteil = auch ein hoher Energieverbrauch. Und natürlich darf man den Nachbrenneffekt nicht vergessen bei Krafttraining. Krafttraining ist (zusätzlich zur Ernährung, in dem Punkt gebe ich dir natürlich recht) eines der effektivsten Dinge zum abnehmen.

        1. Ja, aber eben nur zusätzlich. Man kann mit Ernährung alleine abnehmen, aber fast unmöglich mit Sport alleine – auch nicht mit Krafttraining. Dazu gibt es viele Studien. Aber selbstverständlich wird es mit Krafttraining (aber nicht so sehr mit Cardio…. was leider die meisten dann machen) viel effektiver.

  2. Jasmin Zugmann

    Liebe Sasha!
    Ich mache 16:8 9.00 bis 17.00 seit März 2018 habe ca. 6,5 kg abgenommen. Mein Blutbild is top, EKG ist in Ordnung, Blutdruck is sehr niedrig wie immer schon.
    Habe das Gefühl das ich faste aber nichts mehr passiert, im Gegenteil hab Schwindel trotz 3l Wasser am Tag, ich friere dadurch ist mir immer kalt, das ist unangenehm ansonsten geht’s mir gut und ich bin gesund.
    Habe vor 3 Wochen eine Pause eingelegt 6 Tage und um 7.00 gefrühstückt und um 18.00 zu Abend gegessen aber jetzt nicht untertrieben und auf muss, da mein Magen mir schon signalisiert wenn genug ist.
    Esse hauptsächlich vegetarisch ab und zu Geflügel kein Schweinefleisch, Kaffee nur schwarz ohne Zucker.
    Frage kann ich jede 2. Woche eine Pause von 6 Tage einlegen das ich meines Glaubens nach den Körper keine Gewohnheit an zu gewöhnen?
    MfG Jasmin

    1. Mir wäre das trotzdem zu „regelmäßig“ und ich würde vermuten, dass es trotzdem zu Gewöhnungseffekten kommt. Aber viel wichtiger: vermutlich handelst du dir einige Nährstoffmängel ein, weil du einfach nicht ausreichend viele Mahlzeiten zu dir nimmst. Ich bin kein Fan von regelmäßigem Intervallfasten. Wie du ja auch schreibst: dir ist ständig kalt. Der Schwindel kann übrigens davon kommen, dass du zu VIEL trinkst.

      1. Ich habe ohne es zu wissen schon lange 16:8 praktiziert…als es dann in aller Munde war, bin ich draufgekommen, dass ich das ja immer hab. Aus dem einfachen Grund, weil ich absolut kein Frühstückesser bin und meine erste Mahlzeit das Mittagessen ist. Ich habe dadurch sicher kein Gramm abgenommen, aber vielleicht halte ich deshalb mein Gewicht. Dh, ich weiß mein Gewicht eigentlich nicht…ich habe einen Spiegel und der sagt mir wenn ich breiter werde. Ich würde gerne ein paar Kilos verlieren (bin 168cm groß und ca 63kg schwer) und hab mir auch schon Bücher bestellt von dir, die in den nächsten Tagen eintreffen werden. Bin gespannt wie es läuft. LG Daniela

  3. Hallo Sasha,

    vielen Dank für den Beitrag. Ich mache nun seit Mitte/ Ende Jänner die 5:2 Methode (nutze die 500 kcal pro Tag total aus) und sehe schon kleine Erfolge. Seit wenigen Wochen habe ich auch ein wenig mit Sport angefangen. Muss dazu sagen, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe, was das Abnehmen generell sehr erschwert. Nun habe ich die Befürchtung, wenn ich demnächst mein Zielgewicht erreicht habe und ich mit dem Fasten aufhören möchte, der berüchtigte Jojo-Effekt auftaucht. Hast du Tipps, wie ich das bestenfalls vermeiden kann?
    Liebe Grüße Natalie

    1. Liebe Natalie, ich bin kein Fan von Abnehmen durch langfristiges Fasten. Gerade, weil man eben kurzfristig abnimmt, aber in den allerallermeisten Fällen danach einfach alles wieder zunimmt. Man muss nicht Hungern, um abzunehmen – im Gegenteil, das kann auch kontrakproduktiv sein. Ich bin ein großer Fan davon, hin und wieder kurz zu fasten, aber dann längere (wochenlange!) Pausen zu machen, weil die Gefahr eines echten Jojo-Effekts (dass man nicht nur zunimmt, was man abgenommen hat, sondern noch mehr als vorher) eben sehr groß ist. An deiner Stelle würde ich mich für die Übergangsfrist jetzt vor allem auf deine „normalen“ Tage, also die „Esstage“ konzentrieren und schauen, dass du die verbesserst. Denn das ist ja die Ernährung, die dir dabei helfen soll, dein Gewicht zu halten. Dann würde ich nach und nach die Fasttage wegfallen lassen. Es wird vor allem wichtig sein, dass du dein Sättigungsgefühl normalisierst und immer dann zu essen aufhörst, wenn du satt bist. Normalerweise helfen Fasttage sehr gut dabei, sein Sättigungsgefühl zu normalisieren – aber bei einigen wird das nach Ende des Fastens (total unbewusst, dafür sorgt der Körper, weil er sich alles Verlorene „zurückholen“ will) kompensiert und dann steigt das Gewicht wieder. Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Eiweiß, vor allem beim Frühstück, werden hier sehr wichtig sein.

  4. Liebe Sasha!
    Mir würde es sehr leicht fallen nach der 16/8 Methode zu leben weil ich gut auf das Frühstück verzichten kann! Da ich sehr lange mit einem extrem geschwächten immunsystem zu tun hatte, hat mein tcm Arzt mir empfohlen unbedingt NICHT auf das Frühstück zu verzichten, da das Frühstück, auch wenn ich es nicht so bewusst empfinde, angeblich wirklich sehr wichtig für die tagesenergie ist!
    Zur Intervallmethode- einen Tag essen, einen nicht, hat mir dr. Sartor ( Vorstand der Mayr Ärzte) abgeraten! Er meint dass sehr viele Patienten die diese Methode über längere Zeit durchführen, extreme Probleme mit den Gelenken bekommen!!!
    Im übrigen, danke für deine Beiträge die weit entfernt sind von den meisten 0815 Beiträge die man sonst so liest oder sieht!
    Glg

      1. Die FX Mayr Kur ist zumindest keine Dauerernährung – und Fastenprogramme (egal, wie man es dann macht… Hauptsache kurz und knackig) können gesundheitlich große Vorteile haben…. und ich gebe dem Arzt total recht! Ich kenne allerdings vor allem Menschen mit Leberproblemen, wenn man auf Dauer nur jeden 2. Tag isst. Ist meiner Meinung nach auf jeden Fall nicht als Dauerernährung geeignet.

  5. Da ich volle 7 Monate Intervallfasten (1 Tage essen, 1 Tag trinken) hinter mir habe, möchte ich aus der Erfahrung heraus ein bisschen was drüber sagen. Begonnen hab ich mit 2. Jänner, und letzter IF-Tag war 29. Juli 2018
    Die ersten 2 Monate hab ich kontinuierlich abgenommen. Die nächsten 3 Monate ist es schon merklich langsamer gegangen, eigentlich von Woche zu Woche langsamer, und seit 2 Monaten stehe ich komplett. Und das ist echt ned leiwand, wenn man mit soviel Freude bei der Sache ist, aber die Waage streckt einem nur mehr die Zunge entgegen…
    Aber der Nährstoffmangel in Kombi mit „Stoffwechsel-in-den-Keller-sausen“ hat zugeschlagen, und da muss ich was unternehmen.
    Wieder anfangen, jeden Tag zu essen, is ned drin, weil ich da sofort zugenommen hätt. Also war ich ziemlich ratlos. Frustriert wär das falsche Wort, weil ich mich ja trotzdem pudelwohl beim IF gefühlt hab. Nur halt ohne die Streicheleinheiten einer mir bewundernd zuzwinkernden Waage ;-D
    Seit Montag (dank Sashas Tipps) hab ich mich nun auf die Faustformel-Ernährung eingelassen, und zwar JEDEN Tag. Damit hoffe ich, meinen Stoffwechsel wieder kräftig anzukurbeln, damit ich diesen Weg auf Dauer gehen kann. Mein Körper muss halt erst kapieren, dass ich das FÜR ihn tun, nicht gegen ihn 😉
    Also bin ich gespannt auf diesen neuen Weg, und wünsche mir, dass ich auf Dauer dieses Wohlgefühl beim FF hab, wie bisher beim IF !!! und wenn wir schon mit Abkürzungen um uns schmeißen: IWMAGD (ich wünsch mir alles Gute dabei ;-)))

  6. Hallo Sasha ich bin seit einigen Wochen am Intervallfasten, mit der 16:8 Formel. Ich habe dadurch schon viel abgenommen und bin begeistert wie der Körper damit klar kommt. Nun meine Frage. Manchmal verschiebt sich das ganze dann schaue ich einfach dass immer nach der letzen Mahlzeit bis zur nächsten die 16 Stunden essfrei sind. Ist das richtig so? Und wenn ich aufhöre gibt es ein jo-jo effekt? Nehme ich dann das doppelte zu?

    1. Hallo Daniela, ich empfehle 16:8 nicht langfristig als Ernährungsform, weil bei Frauen da gerne die Stresshormone steigen anfangen und es total schwierig ist, auf die Nährstoffe zu kommen, die man dazu braucht. Ich bin ein totaler Fan von Intervallfasten als „Werkzeug“ – also mal eine Woche oder 10 Tage zwischendurch, um die Mitochondrien ein bisschen zu „trainieren“ und damit die Energieproduktion und Fettverbrennung anzukurbeln.
      Ob du zunehmen wirst, wenn du damit aufhörst, wird davon abhängen, ob du deinen Körper jetzt ausreichend mit Nährstoffen versorgst oder eigentlich in den 8 Stunden so wenig isst, dass er damit jetzt nach und nach in den „Sparmodus“ kommt (dazu gibt es ein Video von mir: Warum Diäten nicht funktionieren, da erkläre ich den). Aber vermutlich solltest du mittelfristig damit aufhören (außer, du hast vor, deine NÄhrstoffaufnahme zu optimieren und für immer so weiter zu essen. Für mich wäre das nix, aber es gibt ja unterschiedliche Ansätze und Vorlieben). Wenn du aufhören möchtest, dann würde ich damit anfangen, ein paar Tage lang die Menge, die du in den 8 Stunden isst, ein bisschen zu erhöhen und vor allem ausreichend Eiweiß zu essen (mind 20 g pro Mahlzeit und mind 3 Mahlzeiten). Wenn das funktioniert, ohne dass du zunimmst, dann verteile diese Mahlzeiten auf 10 oder 12 Stunden. Evtl nimm kleine Zwischenmahlzeiten (idealerweise eiweißhaltig, also zB eine Handvoll Nüsse) dazu – das hilft die Stresshormone zu reduzieren. Ich weiß nicht, ob du im Faustformel Club bist, aber da haben wir sonst auch noch einige Tipps, wie man nach und nach gesunde Gewohnheiten in den Alltag einbauen kann, ohne dass man hungern oder große Abstände einhalten muss. Als „Werkzeug“ zwischendurch liebe ich unser Programm „Stoffwechsel S.O.S.“ (hab selber gerade wieder einen Durchgang gemacht) – funktioniert meiner Erfahrung nach wesentlich besser als 16:8. Hoffe, das hilft!

  7. Liebe Sasha,
    ich bin 57 Jahre und durch Zufall im Internet auf deine Seite gestoßen und ich bin sehr begeistert.
    Mein Problem, daß ich nicht abnehme hast du wunderbar erklärt.
    Ich habe gesundheitliche Einschränkungen: Histaminintollerant, Lactoseint., vertrage Obst und Gemüse nur eingeschränkt, bin gegen Weizen allergisch und vertrage Gluten schlecht u habe eine sich aber bessernde Darmdysbiose…..
    Meine Ärztin hat mir durch Bioresonanz schon weit geholfen, aber jemanden zu finden der sich so detailliert mit Ernährung auskennt ist schwer.
    Ich habe schon einige Zeit 16 zu 8 gemacht und es genau so erlebt, wie du es beschrieben hast. Am Anfang hat es geholfen und dann ging nichts mehr.
    Da durch durch meine Unverträglichkeiten auch meine Leberwerte machmal etwas erhöht sind, habe ich mir überlegt mich die nächsten Zeit erstmal nach der Faustformel und den Vorschlägen aus eurem Detox-Ebook zu ernähren.
    Könnte ich mit meinen Unverträglichkeiten auch an eurem SOS Programm teilnehmen?
    Viele liebe Grüße Ute
    Ich habe viel im Internet recherchiert und habe viel gelernt, aber mein Gewicht habe ich dadurch nicht in den Griff bekommen.

    1. Liebe Ute, schön, dass du zu uns gefunden hast! Und ja, S.O.S. sollte ziemlich einfach für dich machbar sein. Denn es ist in den ersten 5 Tagen sowieso milch- und glutenfrei und für die anderen Tage haben wir Vorschläge, wie man die Rezepte anpassen kann. An den Esstagen wirst du die Rezepte für dich anpassen müssen (wegen der Gemüse- und Obstmengen), aber das sollte für dich kein Problem sein, weil es da keine sehr strengen Regeln gibt (erkläre ich alles in den Kurs-Videos) – und wenn du nicht weiter weißt, helfen wir dir gerne weiter. Ob die Detox Days gleich etwas für dich sind, kann ich schwer sagen, weil ich nicht weiß, welche Gemüsemengen du essen kannst. Der Kurs ist milch- und glutenfrei, aber es ist einiges an Gemüse drin, weil wir die Nährstoffe für die Entgiftung brauchen. Vielleicht ist das für den Anfang ein bisschen viel für dich. Aber S.O.S. sollte gut passen!

  8. Liebe Sasha,
    ich hab Angst das ich den fastentag nicht durchhalte weil ich immer wieder Probleme habe wenn ich am Vormittag nichts esse. Sollte ich besser erst mal eine Zeit konsequent nach der faustformel leben und dann das sos Programm starten.
    Bin schon länger dabei aber halte mich nicht konsequent daran, das hat auch mit meinem derzeitigen Lebensstil zu tun, da ich öfters mit dem Wohnmobil unterwegs bin.
    Danke für deine Mühe und liebe Grüße aus Kroatien.

    1. Hallo Marion! Schwer zu sagen! Die Fastentage waren bis jetzt für alle überraschend leicht durchzuhalten. Gerade heute wurde das wieder in der Facebook-Gruppe diskutiert und da haben das einige berichtet, die auch so „frühstücksabhängig“ sind wie du. Aber vielleicht ist es für dich echt besser, wenn du jetzt mal zuerst einen guten Rhythmus für dich findest – das ist ja das, was du langfristig schaffen musst. Denn das ist das, was den langfristigen Erfolg bringt. Stoffwechsel S.O.S. ist ja nur der „Bonus“ oben drauf – aber der Rest muss langfristig passen. Hoffe, das hilft bei der Entscheidung!

  9. Hallo Sasha !
    Falls ich 16:8 ausprobieren möchte, kann ich dann die Zeiten verschieben ? Z.B. Essen zwischen 8:00 und 16:00 Uhr ? Wie lange ist es sinnvoll das zu machen ? Das kurbelt auch den Stoffwechsel an, oder ?

    1. Es gibt Menschen, die das ständig oder für sehr lange Zeit machen. Davon bin ich bisher noch nicht überzeugt. Und ja, du kannst das auch von 8-16 Uhr machen, das bleibt ganz dir überlassen. Allerdings ist es dann oft noch schwieriger, alle Nährstoffe unterzubringen – außer, du hast die Gelegenheit, zu Mittag und noch mal am Nachmittag frisch zu kochen (das Frühstück ist meistens nicht soooo reich an Mikronährstoffen wie die anderen Hauptmahlzeiten….)

  10. Liebe Sasha,
    Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Vielleicht kannst du uns noch ein Beispiel geben, wie genau beim „optimierten Intervallfasten“ ein Fasttag aussieht, d.h. was gegessen wird … 500 kcal sind nicht so gerade viel.

      1. Ist 5:2 nicht gleichzusetzen mit der 80/20 Regel? Und ich war immer der Meinung, die hältst von Kalorien-rechnen nichts?

        1. 5:2 ist eine Art des Fastens, an denen man an zwei Tagen pro Woche gar nichts isst und an den anderen 5 Tagen normal. Die 80/20-Regel in der Faustformel heißt, dass man hin und wieder Ausnahmen machen kann, wenn man es die meiste Zeit richtig macht – dass also auch mal die Tüte Chips, das eine oder andere Glas Wein oder die Pommes absolut okay sind – ist also ganz was anderes. Und nein, ich halte weiterhin vom Kalorienzählen GAR NICHTS. Aber Intervallfastenprogramme sind noch relativ neu und ich wollte mich, obwohl ich das Programm nach eigenen Vorstellungen entwickelt und optimiert habe, an den erfolgreichen Strategien, die in den Studien verwendet wurden, halten. Und dabei haben sie in den erfolgreichsten an den Fastentagen die Kalorien auf 25% des geschätzten Kalorienbedarfs beschränkt. Wir haben dann die Nährstoffzusammensetzung nach weiteren Kriterin optimiert (u.a. um die Leber zu unterstützen), haben uns aber an dem Kalorienrahmen orientiert, weil der eben studienmäßig gut abgedeckt ist und den Körper trotzdem im „Fastenmodus“ hält. Nur deswegen und nur in dieser Situation und NUR für Fastentage – sonst halte ich NICHTS davon.

  11. Maria Posch

    Liebe Sasha, ich glaube ich bin schon eine Abonnentin, da ich auch diese Nachricht erhalten habe.
    möchte mich auf diesem Weg mal dafür bedanken, dass ich die tollen Tipps u. Berichte immer wieder erhalte 🙂 !
    mit ganz lieben Grüßen
    Maria

    1. Julia Nittmann

      Vielen Dank für das Lob! Es freut uns sehr, wenn wir euch mit unseren Artikeln und Tipps helfen können!

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