Thema der Folge:
Rohkost oder gekocht – was braucht dein Körper wirklich? Ich decke auf, weshalb gekochtes Essen für deinen Darm oft bekömmlicher ist und warum Kochen bestimmte Nährstoffe überhaupt erst verfügbar macht.
Inhalte der Folge:
- Warum roh nicht automatisch gesünder ist
- Was beim Kochen mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen passiert
- Warum gekochtes Gemüse teilweise besser verdaulich und bioverfügbar ist
- Weshalb Hülsenfrüchte und Kartoffeln gekocht werden müssen
- Was reine Rohkost-Ernährung mit Nährstoffmangel und Energieversorgung zu tun haben kann
- Warum gutes Kauen wichtig für Verdauung und Sättigung ist
- Wie du Rohkost und gekochte Mahlzeiten sinnvoll kombinierst
Wichtige Tipps aus der Folge:
- Rohkost und gekochtes Gemüse kombinieren
Du musst dich nicht für „roh“ oder „gekocht“ entscheiden. Beides hat seinen Platz. Rohes Gemüse liefert wertvolle Nährstoffe und bringt Abwechslung auf den Teller. Durch das Garen können andere Nährstoffe wiederum besser verfügbar und manche Lebensmittel leichter verdaulich werden. Ideal ist deshalb eine abwechslungsreiche Mischung – gerne jeden Tag etwas Rohes und etwas Gekochtes.
- Kochen macht Lebensmittel nicht automatisch „schlechter“
Beim Kochen können zwar manche hitze- oder wasserempfindliche Vitamine verloren gehen. Gleichzeitig werden andere Pflanzenstoffe durch das Erhitzen besser verfügbar. Bei Karotten kann beispielsweise Beta-Carotin besser aufgenommen werden, bei Tomaten wird Lycopin durch Erhitzen besser verfügbar. „Zerkocht“ bedeutet also nicht automatisch „wertlos“.
- Baue regelmäßig eine richtige gekochte Mahlzeit ein
Salat, Rohkost und Smoothies sind praktisch und gesund – sollten aber nicht automatisch deine komplette Ernährung ausmachen. Gerade wenn du dich häufig müde und erschöpft fühlst, kann es sinnvoll sein, wieder mehr gekochte Mahlzeiten einzubauen und Gemüse gemeinsam mit Protein, Kohlenhydraten und etwas Fett zu essen.
- Hülsenfrüchte und Kartoffeln lieber gekocht essen
Linsen, Bohnen und Co. enthalten Stoffe, die die Verdauung und Nährstoffaufnahme erschweren können bzw. schädlich für uns sein können. Durch Einweichen und Kochen werden sie bekömmlicher und besser verwertbar. Auch Kartoffeln werden erst durch das Garen für uns richtig verdaulich. - Nicht nur auf die Zutaten schauen
Eine Ernährung kann auf dem Papier unglaublich gesund aussehen. Entscheidend ist aber auch, wie viel du tatsächlich isst und wie gut dein Körper die enthaltenen Nährstoffe aufnehmen und verwerten kann. „Gesunde Lebensmittel“ allein garantieren noch keine optimale Versorgung. - Bei Müdigkeit nicht automatisch noch weniger essen
Wenn du zunimmst und gleichzeitig ständig müde bist, ist „Dann muss ich einfach weniger essen“ nicht die Lösung. Bekommt dein Körper zu wenig Energie und Nährstoffe, kann er anfangen, Energie zu sparen – unter anderem, indem du dich im Alltag unbewusst weniger bewegst. Ziel sollte deshalb eine gute Nährstoffversorgung sein statt zu versuchen immer mehr Kalorien einzusparen.
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