Bohnen sind eine hervorragende Eiweißquelle und passen praktisch in jeden Eintopf. Aber dieses spezielle Rezept hat eine wirklich einzigartige Entstehungsgeschichte: Im Zuge der Dreharbeiten zur ersten Staffel meiner TV-Sendungen wurde plötzlich mittendrin beschlossen, dass wir die Rezepte auch auf der Website veröffentlichen würden. Dummerweise hatte ich aber mit meinen Kandidatinnen in zwei Sendungen hintereinander das exakt gleiche Rezept gekocht. Was tun? Das TV-Team bat mich, ob ich mir nicht noch schnell eine Variante einfallen lassen könnte, damit das Rezept wenigstens ein bisschen anders wäre – und bitte bis morgen Früh, denn da musste das Rezept online gehen, also hopp hopp…
Ich finge also an zu grübeln, in Kochbüchern und auch online zu stöbern, wie ich einen Bohneneintopf auf Tomatenbasis so abschmecken könnte, dass er nicht mehr, wie zuvor, “italienisch-mediterran” schmeckt, aber ohne die Zutaten sonst irgendwie zu verändern. Also habe ich spät abends auf die Suche nach verschiedenen Gewürzmischungen gemacht und mir versucht vorzustellen, wie unterschiedliche Variationen wohl schmecken könnten – ohne das aber selbst wirklich in der Küche zu testen. Es war schon so spät, ich wollte mich nicht mehr in die Küche stellen, die E-Mail mit dem Rezept musste aber noch raus… Die Mischung, die ich mir überlegt hatte, klang in der Theorie okay und würde schon irgendwie klappen…
Monate später habe ich das Rezept dann auch noch in mein erstes Buch aufgenommen und siehe da! Als mir die Leser:innen von ihren Lieblingsrezepten aus dem Buch erzählten, war zu meiner Überraschung der “Arabische Bohneneintopf” immer an vorderster Stelle! In den fast 20 Jahren, seitdem das Buch erschienen ist, habe ich das viele Male zu hören bekommen. Und ich muss jedes Mal ein bisschen schmunzeln, denn dass genau diese Version zu den absoluten Lieblingsrezepten aus diesem Buch gehört, freut mich riesig – aber es ist vor allem ein Riesenglück! Denn mein nächtlicher Theorie-Kochversuch hätte ja auch schief gehen und ganz furchtbar schmecken können!
In den fast 20 Jahren seit der Veröffentlichung habe ich das Rezept übrigens immer noch kein einziges Mal selbst gekocht. Aber so viele Fäustlinge haben es probiert und schwärmen davon, dass ich zu behaupten wage: Es lohnt sich, dieses Rezept auszuprobieren! Und das werde ich jetzt auch mal tun 😉

Arabischer Bohneneintopf
Zutaten
- 400 g Tomaten, Dose
- 400 g weiße Bohnen, Dose
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 0.5 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 0.25 TL Kardamom, gemahlen
- 0.25 TL Paprikapulver, edelsüß
- 0.25 TL Zimt
- 2 Handvoll Petersilie
- 2 Faustgrößen suppentaugliches Gemüse z.B. Karotten, Stangensellerie, Zucchini, Brokkoli, etc - auch TK
Anleitung
- Zwiebel und Knoblauch schälen. Knoblauch klein schneiden und die Zwiebel in große Stücke oder Ringe schneiden und beides im Anschluss mind. 5 Min. ruhen lassen.
- Petersilie hacken, Gemüse in bissgroße Stücke schneiden.
- Zwiebel und Knoblauch in ein wenig Olivenöl ca. 2 Minuten andünsten.
- Die Gewürze hinzufügen und einige Minuten unter Rühren weiter dünsten. Das Gemüse dazugeben.
- Die Tomaten unterrühren, eine weitere Minute kochen und dann so viel Wasser dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz für Suppe erreicht ist.
- Wieder zum Kochen bringen und 5 Minuten köcheln lassen.
- Nun die Bohnen hinzugeben und weitere 5 Minuten kochen lassen.
- Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit viel Petersilie bestreut servieren.
- Tipp:Variation: Schnelle Minestrone• Statt Kreuzkümmel, Kardamom, Paprika und Zimt einfach einen EL Pesto unterrühren.





6 Kommentare zu „Bohnen-Rezept: Arabischer Bohneneintopf“
Das Rezept wirkt eher als wäre es für zwei Portionen. Angegeben ist, dass es einer Portion entspräche. Passt hier ein Stück Brot dazu?
Liebe Grüße
Sascha
Du hast völlig recht! Das war ein Fehler – das sind 2 Portionen. Hab ich korrigiert! Ein kleines Stück Brot kannst du natürlich dazuessen – es sind aber genug Kohlenhydrate enthalten.
Danke für die rasche Antwort und Korrektur Sasha!
Gut zu wissen, dann werde ich das Brot je nach Hunger dazu essen.
Meine Tochter und ich lieben diesen Eintopf und werden ihn sicher im Winter öfter machen.
Gibt es die Rezepte nicht mehr als PDF zum Runterladen?
Hallo Tanja,
danke für deinen super Vorschlag. Wir werden deine Idee in den nächsten Wochen umsetzen.