Oft ist es ja nur ein Familienmitglied, das sich vornimmt, sich besser zu ernähren. Und sehr oft sind das die Frauen. Und meistens sind sie es auch, die für alle anderen kochen. Aber was tun, wenn der Rest der Familie, egal ob Partner oder Kinder, da nicht mitmachen will? Oder man sie gar nicht fragen möchte, weil man die Antwort eh schon kennt? Viele lösen das Problem dann so, dass sie für die Familie “normal” kochen und für sich getrennt etwas “Gesundes”. Aber ist das die einzige Lösung? Sollte man wirklich doppelt kochen – oder gibt es einen besseren Weg?
Im Faustformel Team haben wir uns darauf spezialisiert, genau diesen Menschen zu helfen. Denn wir haben bemerkt, dass viele Programme immer so tun, als würde gesunde Ernährung in einem Freiraum, getrennt und unabhängig vom normalen Leben, stattfinden. Aber das tut sie ja nicht. Und ja, jeder von uns bringt seine eigenen “Hürden” mit: Die eine kann kaum oder nur schlecht kochen, die zweite hat keine Zeit und ist den ganzen Tag unterwegs, die dritte hat einen Mann zu Hause, der jeden Tag Fleisch essen will oder Kinder, die alles, was irgendwie nach Gemüse aussieht, strikt verweigern. Damit gesunde Ernährung aber langfristig klappt, muss sie nicht nur gut schmecken – sie muss auch “praktisch” sein. Denn alles, was nicht praktikabel ist und in den eigenen Alltag passt, hält man nicht lange durch.
Da liegt aber genau das Problem: Ja, es gibt viele Angebote, die einem kurzfristig dabei helfen können, ein paar Kilo loszuwerden. Aber das nützt nichts, wenn man dann nicht eine Strategie hat, wie das auch langfristig im Leben verankert wird. Und vielleicht hast du es schon am eigenen Leib erfahren müssen: Wenn ein Programm nur als “Ausnahme” vom Alltäglichen gesehen wird, dann sind diese Kilos (und das eine oder andere “Bonuskilo”…) gleich wieder zurück.
Und genau dafür wurde die Faustformel entwickelt! Zu diesem Thema haben wir viele, viele Tipps, wie man gesunde Ernährung effektiv in den Alltag einbaut, kocht, dass es auch allen schmeckt und dabei auch abnehmen kann. Wie gesagt, unser Spezialgebiet. 😉
Heute wollen wir uns mal anschauen, wie man das lästige “Doppelt-Kochen” vermeidet.
Doppelt kochen: Wie lange geht das gut?
Ich finde “doppelt kochen” dann okay, wenn es für maximal 1-2 Wochen praktiziert wird, weil man z.B. ein kurzes Programm macht, bei dem man seinem Körper etwas Gutes tun möchte, aber der Rest der Familie soll, kann oder möchte einfach nicht mitmachen. Ein gutes Beispiel dafür ist unser Stoffwechsel S.O.S.-Programm (ein 10 Tage-Intervallfasten-Programm zur Aktivierung des Stoffwechsels).
Über einen längeren Zeitraum doppelt zu kochen finde ich nicht empfehlenswert. Es ist einfach zu stressig und daher kann man es auch nicht langfristig durchhalten. Das zeigen auch Studien immer wieder: Die Dauer, wie lange man es schafft, Ernährungsprogramme oder Diäten umzusetzen, ist essentiell für den Erfolg. Meist ist das Maximum ein Jahr, dann ist die Energie hierfür aufgebraucht (vielleicht sogar mit Jojo-Effekt). Deswegen ist es so wichtig, eine Ernährungsumstellung langfristig in dein Leben einzubauen. Und mit “doppelt kochen” bist du von vorneherein zum Scheitern verurteilt.
Mein Vorschlag: Vermeide doppelt zu kochen, abgesehen von diesen maximal 1-2 Wochen. Arbeite dich einfach langsam an dieses Ziel heran, bis du nur eine (gesündere) Mahlzeit für alle kochst.
Du wirst sehen, es ist gar nicht so schwer! Solange du Mahlzeiten nach der Faustformel zubereitest, brauchst du dir auch keine Gedanken darüber zu machen, ob deine Mahlzeiten für deine Kinder geeignet sind oder ob auch dein Mann davon satt wird. Denn wir haben ja keine “Diätmahlzeiten” – wir versorgen den Körper mit allem, was er braucht und dadurch kommt er ins Gleichgewicht. Und dein Sättigungsgefühl normalisiert sich. Damit nehmen die Übergewichtigen ab, die Untergewichtigen zu (ja, das funktioniert wirklich mit den exakt gleichen Rezepten!) und die Heranwachsenden bekommen alles, was sie brauchen. Versprochen. Es gibt also gar keinen Grund doppelt zu kochen – außer, dass die Familie anfangs streikt….
Aber hier sind ein paar Tipps, wie das einfacher wird:
1. Fange langsam an und überfordere weder dich noch andere.
Ernährungsumstellung braucht Zeit. Es gibt kaum etwas, das so schwierig zu ändern ist, wie die Ernährung. Denn es geht nicht nur um eine Gewohnheit, sondern Essen ist auch Ausdruck unserer Kultur, eng verwoben mit unserem Familienleben, oft eng verbunden mit Emotionen (von “Frustessen” bis zur “Belohnung”) und noch dazu löst es chemische Reaktionen in unserem Körper und unserem Gehirn aus. Diese wiederum bestimmen, worauf wir Heißhunger oder Lust bekommen – oder eben nicht.
Aber es spielen auch ganz praktische Aspekte eine Rolle: wer anders/gesünder kochen möchte, muss sich nicht nur mit neuen Rezepten auseinandersetzen, sondern auch anders (öfter?) einkaufen, anders kochen (das dauert anfangs länger….) etc. Das ist zu Beginn viel Aufwand. Bei deiner Familie (ich fasse jetzt mal “Partner und/oder Kinder” als “Familie” zusammen) führen extreme Veränderungen in den Familiengewohnheiten zu Verunsicherung. Schließlich sind das Veränderungen von liebgewonnenen Ritualen. Da geht es oft gar nicht so sehr darum, dass etwas nicht schmecken würde – aber Familienrituale geben eben auch Sicherheit. Und alles, was diese Gewohnheiten radikal verändert, wird oft gleich mal abgelehnt.
Also tue dir und deiner Familie einen Gefallen und gehe es langsam an. Ja, ich weiß, du würdest deine überflüssigen Kilos lieber heute als morgen loswerden. Aber denke immer daran: Schnell Abnehmen ist keine Kunst (weil du danach genauso schnell noch mehr zunehmen wirst) – sein Wunschgewicht zu erreichen und es auch für immer zu halten, das ist die Herausforderung! Unsere jahrelange Erfahrung hat uns immer wieder gezeigt: Es geht einfacher und ist zielführender, wenn man langsam seine Gewohnheiten ändert. Schritt für Schritt.
Mein Vorschlag: Wenn du bisher abends nie gekocht hast, nimm dir für den Anfang vor, dass du z.B. zwei Abendessen pro Woche frisch und “gesund” kochst. Das ist für den Anfang genug. Wenn du das dann im Griff hast, kannst du es langsam steigern, bis die gesünderen Mahlzeiten für euch zum Standard geworden sind. Aber beachte dabei auch die nächsten Tipps:
2. Sag ihnen nicht, dass es gesund ist.
“Gesund” hat in der deutschen Sprache leider einen sehr negativen Beigeschmack. Es wird sogar oft als das Gegenteil von “Genuss” betrachtet. Das ist natürlich absoluter Blödsinn, aber leider sitzt das sehr tief in unseren Köpfen. Wenn du also groß verkündest, dass etwas “besonders gesund” ist, dann hören deine Familienmitglieder nur “schmeckt nicht”, “langweilig”, “kein Genuss”. Und damit hast du schon von vorneherein verloren. Wenn du also ein neues Rezept für eine gesündere Mahlzeit für alle ausprobierst, dann kündige das nicht an, in dem du es “gesund” nennst.
Was uns zum 3. Punkt bringt:
3. Rede nicht groß darüber.
Wie schon oben erwähnt, Veränderungen, über die man keine Kontrolle hat, schaffen Verunsicherung. Wenn also jetzt plötzlich verkündet wird, dass es ab jetzt “alles anders” wird, dann schafft das zuerst einmal Widerstand. Der hat zum größten Teil nichts damit zu tun, dass das Essen nicht schmecken würde, sondern ist einfach mal eine Abwehrhaltung gegen Veränderungen.
Der Trick: Nicht großartig thematisieren.
Koch einfach mal etwas anderes (siehe auch nächste Tipps), aber kündige es nicht an und rede auch nicht groß darüber. Wenn jemand nachfragt (“was hast du denn da gekocht?”), dann sag einfach:
“Ich wollte mal was Neues probieren.”
“Das Rezept habe ich im Internet gesehen und das hat so gut ausgeschaut”
Etc etc.
Kein großes Drama, kein “ab jetzt wird alles anders”, kein “das ist viel gesünder”.
4. Ergänze “ungesunde” Gerichte, damit sie “gesund” werden.
Eigentlich kann man fast alle Gerichte so ergänzen, dass sie für dich zur “gesunden Abnehmmahlzeit” werden. Außer, bei dir gibt es täglich Frittiertes oder Paniertes oder ausschließlich Nudeln mit Fertigsauce oder Pizza…;-) Und hier sind ein paar Vorschläge, damit deine Familie trotzdem weiterhin das isst, was sie schon gewohnt ist, aber aufgepeppt durch Faustformel:
Wenn es bei euch am Abend nur eine kalte Brotzeit/Jause gibt, dann mache einen kleinen Salat oder eine schnelle Gemüsesuppe für dich dazu. Da hast du deine zwei Faustgrößen Gemüse und dazu isst du jetzt maximal eine Faustgröße Brot, aber gut belegt mit einem eiweißreichen Belag. Wenn du dir über die Regeln des Faustformel-Systems noch nicht ganz im Klaren bist – kein Problem! – dann kannst du dir hier ein kostenloses Poster zum Ausdrucken herunterladen. Auf diesem haben wir das Wichtigste zusammengefasst. Deine Familie isst weiterhin, was sie gewohnt ist – aber du kannst mit ihnen zusammen essen und isst einfach zusätzlich eine gesunde Kleinigkeit.
Du kochst gerne Fleisch und Nudeln/Kartoffeln/Reis? Auch mit Sauce? Super! Mach noch eine Gemüsebeilage, die dir schmeckt, dazu (z.B. Brokkoli in der Pfanne gebraten, dauert nur 8 min.Min!). Sie sollte dir zwei Faustgrößen Gemüse liefern, dazu isst du eine Handtellergröße Fleisch und von den Nudeln maximal eine Faustgröße. Und fertig ist deine gesunde Mahlzeit nach der Faustformel! Und deine Familie kann ihre gewohnten Mahlzeiten weiter essen.
5. Geschmacklich ähnlich, aber mit mehr Gemüse.
Ihr seid eher der Typ “Nudelberge”? Dann probiere es z.B. mit Eintöpfen, die sowohl Fleisch als auch Nudeln und dabei aber auch viel Gemüse enthalten. Das ist vom Stil her sehr ähnlich, aber wesentlich gesünder (und das Gemüse ist “untergeschmuggelt”, auch die Gemüseverweigerer essen davon also das eine oder andere Stück mit. Einen Teil werden sie sich “herausklauben” oder verweigern – cool bleiben und nicht darauf reagieren. Das wird von Mal zu Mal besser – weitere Tricks, wie du Gemüseverweigerer zu wahren Gemüsefans machst, findest du sonst auch in meinem Buch “Die Walleczek Methode für Ihr Kind”).
Wenn deine Familie Gerichte mit Kokosmilch, asiatische Geschmäcker oder Curry nicht gewohnt ist, dann überfordere sie nicht auch noch zu Anfang mit völlig neuen Dingen. Du kannst es ganz langsam angehen und einfach die Geschmacksrichtungen, die sie gewohnt sind, in Gerichte verpacken, die ein bisschen mehr Gemüse (und ausreichend Eiweiß!) enthalten. Ein gutes Beispiel, das wirklich allen schmeckt, gibt es hier am Blog: Bohnen-Bolognese.
Deine Kinder streiken und du machst dir Sorgen, dass sie sonst zu wenig essen? Dazu habe ich ein ganzes Buch geschrieben.
6. Wer kocht, schafft an.
Egal, was du tust, dein Partner und deine Kinder jammern ständig herum? Tu dir selber einen Gefallen und stelle das ab. Wir haben eine einfache Regel: “Wer kocht, schafft an.”
Derjenige, der für die Mahlzeit zuständig ist, darf entscheiden, was auf den Tisch kommt. Die anderen können entweder ohne zu jammern mitessen – oder sich selber etwas machen. Wer ständig jammert, kann gerne morgen für alle kochen. Das klingt hart, ist aber eine wirklich gute Lösung. Lass deinen Partner oder deine Kinder (ab Teenageralter) ein- oder zwei Mal pro Woche das Essen für alle zubereiten. An dem Tag darfst du dann aber auch nicht nörgeln, wenn es nicht deinen Vorlieben entspricht! Denn: wer kocht, schafft an! Das involviert alle in die Ernährung, was sehr positiv ist – aber selbst, wenn sie danach praktisch nie kochen – sie bekommen alle mehr Respekt dafür, wenn du kochst.
7. Lass sie wählen.
Eine gute Strategie ist es auch, den Speiseplan für die Woche kurz mit allen zu besprechen – da kann dann jede:r seine Vorlieben einbringen. Dabei muss automatisch ganz klar sein, dass man nicht jeden Tag nur Pizza oder Süßes essen kann. Stelle eine Liste von Rezepten zusammen, auf denen ein paar (2-3) Lieblingsgerichte und der Rest “Gesundes” vorkommt. Dann lass sie wählen, wann sie was essen wollen. Denn, was man selbst gewählt hat, isst man umso lieber.
Aber das Wichtigste: Gehe es langsam an. Du hast deine Ernährungsgewohnheiten nicht über Nacht entwickelt. Dein Partner hat seine Vorlieben auch nicht erst seit gestern – und deswegen wird es auch mehr als ein oder zwei Wochen dauern, bis diese Gewohnheiten geändert werden können. Schaff dir kleine, machbare Ziele, damit du kleine Erfolgserlebnisse hast. Zum Beispiel: zwei Mal pro Woche etwas frisch und “gesund” kochen, das allen schmeckt.
- Und vergiss nicht unsere Tipps, damit geht es viel einfacher:
- Fang langsam an und überfordere weder dich noch andere
- Sag ihnen nicht, dass es gesund ist.
- Rede nicht groß darüber.
- Ergänze “ungesunde” Gerichte, damit sie “gesund” werden.
- Geschmacklich ähnlich, aber mit mehr Gemüse.
- Wer kocht, schafft an.
- Lass alle wählen.
Wie hast du das bisher gemacht? Hast du schon etwas in dieser Richtung ausprobiert? Ich freue mich auf eure Kommentare!
Wenn du Ideen für familienfreundliche Rezepte nach der Faustformel brauchst, dann schau dir unbedingt unsere Faustformel Foodplan App an. Darin findest du knapp 1000 Rezepte, die nach dem Faustformel System aufgebaut sind und dir dabei helfen, ohne Verzicht, aber mit Genuss langfristig und erfolgreich abzunehmen.
Und das besonders Gute daran? Sie schmecken der gesamten Familie!
Unser Foodplan ist natürlich auch im Faustformel 3 S Programm enthalten. Es ist ein perfekt durchdachtes Programm, das u.a. so erfolgreich ist, weil es in einzelnen Videos Schritt für Schritt die Faustformel erklärt, so auch deine Sättigung normalisiert, den Heißhunger stoppt und dich – ohne Verzicht oder Diät – zu deinem Wunschgewicht bringen kann!
Du merkst, wir sind wirklich überzeugt davon 😉 Deshalb kannst du es auch gerne 30 Tage lang völlig unverbindlich testen:
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15 Kommentare zu „7 Tipps für „Abnehmen mit Familie“ – sollst du getrennt kochen oder nicht?“
Liebe Sasha,
ich habe einen 11jährigen Gemüseverweigerer und bekomme Gemüse nur in ihn hinein, wenn ich es in Soßen verstecke. zB kommt in Spaghetti Bolognese pürierte Zucchini oder Melanzani hinein. Sobald er aber gekochtes Gemüse sieht, lässt er alles stehen und verlangt stattdessen zB Butterbrot oder Cornflakes. Hast du einen Tipp für mich, wie ich damit umgehen soll?
ja, viele 🙂 1) Es gibt kein Butterbrot (und schon gar keine Cornflakes!!) – das ist nämlich keine vollständige Mahlzeit und ersetzt nicht Gemüse. Das kann man mit jedem Kind über 3 besprechen und als Regel festlegen. Man braucht also einen gleichwertigen Ersatz. Damit bringst du ihm bei, was zu Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett gehört und welche Rolle Gemüse hat. 2) Besprich mit ihm, warum es wichtig ist das zu lernen. Denn er will ja auch ordentlich sprechen, lesen und schreiben lernen – und zu wissen, wie man sich richtig ernährt ist da mindestens ebenso wesentlich 3) Bring spielerisch nach und nach mehr Gemüse ins Spiel. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. ZB: jedes Mal, wenn er mindestens einen Bissen von etwas isst, was er nicht mag, bekommt er einen Stern auf eine Karte (Murmel in ein Glas – was immer ihr messen wollt) – und wenn die Karte/Glas voll ist, gibt es ein größeres Geschenk. Oder: man darf ein Veto für maximal 5 Dinge haben, die man nicht essen muss. Alle anderen Dinge muss man zumindest kosten. Da gibt es viele Möglichkeiten – ich hab da ein ganzes Buch dazu geschrieben: https://www.amazon.de/Die-Walleczek-Methode-f%C3%BCr-Ihr-Kind/dp/3800074273/ref=sr_1_1?
Hallo! mein Sohn ist auch sehr dünn und meine Tochter ganz normal, aber beide essen nicht gerne gekochtes Gemüse, aber Salat !!!! jetzt bin ich immer froh wenn mein Sohn etwas Huhn und Reis ist und ganz viel Salat!! aber gekochtes Gemüse mache ich trotzdem und gebe ihnen (sohn, tochter, mann,) immer einen Löffel zum Probieren und ich esse es natürlich genüsslich neben ihnen!
ich hoffe das hilft!
Das ist doch schon eine tolle Strategie! Was auch noch einen Versuch wert wäre: andere Zubereitungsformen. Also z.B mal im Ofen geröstet, in der Pfanne geschmort oder sogar gebraten, gedämpft und mit Sauce, als Püree etc. Oft muss man es einfach mal „anders“ anbieten.
Hallo! Spezielle Sachen, wo ich weiss, die isst mein Mann sicher nicht, die koche ich 2-3 in der Woche, wo er nicht da ist.Wenn ich Rezepte koche wo Fleisch dabei ist, dann wird er mit verhaftet. Heute gibt’s Rindsroulade aus dem Slowcooker, er meinte beim zubereiten, das hat sicher einen Pferdefuss und als ich das Gemüse dazu gab, meinte er …. aha jetzt weiss ich
Hallo!
Ich wollte nur mal sagen, da habe ich mit meinen Mann das große Los gezogen.
Er isst alles, und ist für neue Rezepte immer offen.
Schönen Tag
LG Ilse
Gratuliere! 🙂 Da macht das Kochen gleich viel mehr Spaß!
Nicht drüber reden ist meine Strategie. Und siehe da. Es fällt nicht mal auf. Bei ganz exotischen Sachen kostet mein Mann und wenn es ihm nicht schmeckt kocht er sich was eigenes.
Finde ich super!
Eine Geschichte von früher…
Neidig sein….
Wenn ich nur für mich koche, dann dürfen die anderen nur nach viel Betteln kosten,….
Ich bin dann richtig neidig….nein das ist nichts für euch…
Ein paar mal gekostet und die anderen fragen, ob ich nicht für sie das auch mitkochen könnte. Man kann sich ja überreden lassen.
Und schon wieder eine neue Speise eingeführt.
Super Strategie! 🙂
Das macht tatsächlich alles Sinn und klingt realistisch – für Familienmitglieder die zumindest ein klein wenig zugänglich für Veränderungen sind. Mein 5jähriger Sohn, ein absoluter, beinahe untergewichtiger Härtefall, würde wenn es nicht das Gewohnte gibt, sich nachmittags nur mehr von Bananen und Nüssen ernähren. Soll ich ihm das erlauben? Wäre ja nicht extrem ungesund, aber eine dennoch fragwürdige Ernährungsweise.
Von Nüssen und Bananen kann man schon eine Zeitlang überleben 🙂 Essen ist reine Gewohnheit. Das muss man lernen – und vor allem üben, genauso, wie man sprechen lernt. Kinder haben einen sehr unterentwickelten Geschmackssinn und müssen erst lernen, was gut (=sicher, ungiftig) ist. Daher sind sie von Natur aus eher skeptisch (weil das in der Wildnis die Überlebenschancen steigert, wenn man sich nicht jede potentiell giftige Beere oder Pilz in den Mund steckt….), vor allem, wenn sie es nicht von ganz klein auf (schon in der Schwangerschaft…) kennen gelernt haben. Da heißt es Geduld haben, aber nicht aufgeben. Und NICHT extra kochen! Sondern den Druck aus dem Ganzen nehmen (also keinen Stress machen, wenn er mal nichts isst und auch nicht groß emotional reagieren) und irgendwelchen nicht zu attraktiven Alternativen anbieten (Banane und Nüsse sind okay, aber wenn er die liebt und immer essen könnte, ist es nicht ideal), damit man nicht „verhungern“ muss – aber sonst gilt: gegessen wird, was auf den Tisch kommt (und am besten auch nur zu den Mahlzeiten und nicht irgendwann). Das klingt jetzt bissl hart, ist aber nicht so gemeint. Ganz genau erkläre ich das in meinem „Kinderbuch“ (Die Walleczek Methode für Ihr Kind). Alle Strategien darin wurden mit über 100 Testfamilien getestet und da hatten wir echte Härtefälle dabei – und die haben nach wenigen Wochen alles gegessen.
Liebe Sasha!
Motiviert von deinen überzeugenden Worten gab es heute Mittag für ALLE Spinat (als Beilage).
Meine Tochter meinte beim zu-Tisch-kommen „Ah, das Baby (1,5 J.) kriegt heute Spinat!“. Worauf ich genüsslich anwortete: “ Jaaaa, und du auch!“ 🙂
Skepsis verbreitete sich über den Mittagstisch…
Die Tochter akzeptierte, das Kleinkind schaufelte nichts hinterfragend und dem kritischen 5-Jährigen konnte ich immerhin 2 EL aufschwatzen.
Fazit: Diesmal bleib ich dran! Die „neuen“ Lebensmittel werden sich langsam in unsere Menüs einschleichen.
PS. Dein Kinderbuch habe ich natürlich schon längst gelesen und fand es toll. Warum ich vom Weg angekommen bin, weiß ich nicht mehr…
Super, Michi! Kleine Schritte bringen nachhaltigen Erfolg! Du wirst sehen, in ein paar Monaten wunderst du dich, wie viel sich verändert hat!