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Sport zum Abnehmen – Abnehmen ohne Sport?

Frau liegt mit Hanteln erschöpft auf einer Sport-Matte und ist frustiert.

„Ich muss endlich mehr Sport machen, um abzunehmen.“
Diesen Satz höre ich ständig. Und ich verstehe ihn gut – er klingt ja auch logisch: Wer sich mehr bewegt, verbrennt mehr Kalorien, also nimmt man automatisch ab. Punkt.
Nur: So einfach ist es leider nicht.

In diesem Artikel schauen wir uns ehrlich und wissenschaftlich fundiert an:

  • Braucht man Sport zum Abnehmen?
  • Kann man auch ohne Sport erfolgreich abnehmen?
  • Wie viel bringt Sport, um abzunehmen – zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung überhaupt?? (Oder könnte man sich das sparen…?)
  • Warum funktioniert Sport bei manchen gut, um abzunehmen – und bei den meisten fast gar nicht?
  • Und zu welcher dieser Gruppe gehöre ich? Wie viel Sport ist gut für mich persönlich?

Gehen wir es der Reihe nach durch:

Kann man ohne Sport abnehmen?

Ja. Ganz klar: Ja!

Abnehmen funktioniert über ein Prinzip:

Das Kaloriendefizit. Das bedeutet: Du musst langfristig mehr Energie verbrauchen, als du aufnimmst.

Theoretisch könnte man also sagen: Es ist egal, ob du dieses Defizit erreichst, indem du weniger isst (und damit weniger Kalorien zu dir nimmst) oder mehr Sport machst (und damit mehr Kalorien verbrennst). Oder?

Praktisch ist es aber nicht egal.

Denn Sport hat aufs Abnehmen deutlich weniger Einfluss, als die meisten glauben: Sport alleine ist zum Abnehmen also langfristig deutlich weniger effektiv als unsere Ernährung alleine. Und selbst wenn Sport zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung eingesetzt wird, ist der Effekt oft viel kleiner als erwartet.

In dieser Übersichtsarbeit brachte Sport zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung zwar ca. 25% Gewichtsreduktion. Das klingt zwar super, nach einem Jahr waren das aber gerade einmal etwa 1,2 kg Unterschied im Vergleich zur Ernährungsumstellung alleine.

Auch andere Studien beweisen immer wieder:

👉 Die Ernährung ist beim Abnehmen der deutlich größere Hebel.

So wie diese Studie zeigt, in der 4 Gruppen von übergewichtigen Frauen über 3 Monate lang verglichen wurden:

  1. Ernährungs-Gruppe (kalorienreduzierte Ernährung mit 1200-1300 kcal/Tag)
  2. Sport-Gruppe (5 x 45 Min Sport pro Woche bei 75% der maximalen Herzfrequenz)
  3. Ernährung-plus-Sport Gruppe (1200-1300 kcal plus 5 x 45 min Sport wie oben)
  4. Kontroll-Gruppe (diese Frauen haben weder ihr Essverhalten geändert, noch Sport betrieben)

3 Monate später – Das Ergebnis war überraschend:

  • Die “Ernährungs-Gruppe” verlor im Schnitt 7,8 kg.
  • Die “Ernährung-plus-Sport-Gruppe” verlor im Schnitt 8,1 kg .

Das heißt:
Fünfmal pro Woche 45 Minuten Sport (das sind über 12 Wochen insgesamt 27.000 kcal Sport!) brachten zusätzlich gerade einmal 300 Gramm mehr Gewichtsverlust – Sport allein zeigte in dieser Studie also praktisch keinen Effekt auf das Gewicht.

Es gibt sehr viele Studien zu diesem Thema und manche zeigen einen größeren Effekt, andere gar keinen oder einen sehr kleinen.

Aber immer ist klar: Ernährung ist beim Abnehmen der viel stärkere Hebel.

Also ja! Man kann ohne Sport abnehmen.

Wie gut funktioniert Abnehmen nur mit Sport?

Die ehrliche Antwort:

👉 Meist viel schlechter als erwartet

Genau das ist der häufigste Irrtum, den ich in der Praxis sehe. Viele glauben, sie müssten einfach nur mehr Sport machen, dann würde das Gewicht schon sinken. Das funktioniert viel, viel schlechter, als man meint. Aber manchmal auch gut. Klingt verwirrend? Ja – aber nur, bis man ein wichtiges Prinzip versteht – dazu kommen wir gleich.

Noch mal zurück zu unserer Studie mit den übergewichtigen Frauen, die in 3 Monaten entweder Diät, Sport oder Diät-und-Sport gemacht haben. Oder gar nichts davon.

Was wurde eigentlich aus der Gruppe, die nur Sport gemacht hat, aber keine Ernährungsänderung?
Die reine “Sport-Gruppe” hat im Vergleich zur Kontrollgruppe gar nicht abgenommen. Noch mal zur Verdeutlichung:

  • Die Kontrollgruppe hat weiter gegessen wie vorher und 3 Monate lang NULL Sport gemacht.
  • Die Sport-Gruppe hat in der gleichen Zeit 5 x pro Woche Sport gemacht und dabei ca. 27.000 Kalorien verbrannt.

Aber es war statistisch kein signifikanter Unterschied zu messen.
KEIN UNTERSCHIED. (Und nein, sie haben auch keine Muskelmasse aufgebaut – die Fettmasse ist in beiden Gruppen gleich geblieben!)

Gerade bei Studien mit Frauen und vor allem älteren Frauen, sind die Effekte von Sport aufs Abnehmen oft sehr enttäuschend.

In dieser Studie haben leicht übergewichtige, unsportliche Frauen über 18 Monate lang 3 x pro Woche 45 min lang Sport gemacht – das wurde auch kontrolliert. Mit dieser Menge an Sport hätten sie in 18 Monaten eigentlich 4,9 kg abnehmen sollen – aber im Schnitt waren es nur 1,7 kg.

Natürlich gibt es auch Studien, die zeigen, dass Menschen nur mit Sport an Gewicht verlieren.

Dabei fallen immer wieder diesselben Punkte Dinge auf:

1) Man nimmt meistens viel weniger ab, als erwartet.

Ein Kaloriendefizit wird im Schnitt meist nur zu maximal 40% in reduziertes Gewicht umgesetzt. Mit anderen Worten: Wenn du mit Sport 1000 kcal verbrennst, führt das im besten Fall zu einem Gewichtsverlust von 400 kcal.

Zum Beispiel in dieser Studie, bei der Männer und Frauen ab 40 Jahren 6 x mal pro Woche 60 Min lang Sport getrieben haben – ganze 12 Monate lang. Theoretisch hätten sie damit 17 kg abnehmen müssen. Abgenommen haben die Frauen aber 1,4 kg und die Männer im Schnitt 1,7 kg. 1,7 statt 17 kg!

Auch in dieser Studie haben Männer leichter abgenommen als Frauen, wenn auch weit nicht so viel, wie erwartet:
In einer Gruppe von übergewichtigen Männern und Frauen (unter 35 Jahre) haben die Männer nach 16 Monaten (Sport 5 x Woche – 2000 kcal/Woche verbrannt) statt knapp 14 kg (nur) 5,2 kg abgenommen. Die Frauen allerdings gar nichts (!!).
Nach 16 Monaten Sport, durch den sie eigentlich knapp 14 kg hätten abnehmen sollten, war das Gewicht bei den Frauen unverändert – und zwar auch die Fettmasse. Es lag also nicht daran, dass sie Muskelmasse aufgebaut und Fett verloren hätten. Ihre regelmäßige sportliche Betätigung hat diesen Frauen beim Abnehmen einfach nicht geholfen. (Das Ziel dieser Studie war abnehmen. Sport hat natürlich viele andere positive Einflüsse auf unsere Gesundheit.)

Nehmen Männer mit Sport besser ab als Frauen?

Liegt es also am Unterschied zwischen Frauen und Männern?

Können Männer mit Sport abnehmen, Frauen aber nicht?

Nein, so einfach ist das dann auch wieder nicht. Leider!

Denn als die gleichen Wissenschaftler ein paar Jahre später eine ähnliche Studie gemacht haben, bei der Männer und Frauen 2000 – 3000 kcal pro Woche mit Sport verbrannt haben, gab es nach 10 Monaten keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.
Allerdings hatten sie wieder statt mind. 11 kg nur 4-5 kg abgenommen – aber diesmal gleichmäßig verteilt zwischen Männern und Frauen.

Warum kommen da so unterschiedliche Ergebnisse heraus?
Was bedeutet das für mich?
Kann man jetzt mit Sport abnehmen oder nicht?

Ich verstehe, wenn du an dieser Stelle verwirrt bist.
Denn eines wird immer deutlicher, je mehr Studien wir uns ansehen:

2) Es gibt riesige, individuelle Unterschiede.

Bei dieser Studie zum Beispiel haben alle Teilnehmer:innen in 3 Monaten im Schnitt 3,7 kg abgenommen. Das war ziemlich genau das, was man mit der Sportmenge (2500 kcal pro Woche) erwartet hatte (nämlich 4 kg).

Aber jetzt kommt’s: innerhalb der Gruppe haben einige super viel abgenommen (bis zu 14,7 kg), andere praktisch gar nicht – und einige haben sogar 1,7 kg zugenommen!

Diese Unterschiede zeigen sich fast überall und es sieht so aus, als würde der Körper versuchen, den Kalorienverlust durch Sport zu kompensieren – und bei einigen macht er das wesentlich stärker als bei anderen, was so weit führt, dass sie mit Sport gar nicht abnehmen oder sogar (Fett!) zunehmen!

Mit anderen Worten: Unser Körper hat Mechanismen, mit denen er sich gegen das Abnehmen wehren kann. Wenn er also “gezwungen” wird, mehr Energie zu verbrennen, als er bekommt, dann beginnt er “Gegenmaßnahmen” zu ergreifen – weil er sonst irgendwann verhungern würde, es geht hier ums Überleben!

Man vermutet, dass diese Mechanismen bei Frauen generell stärker ausgeprägt sind als bei Männern, dass es aber eher an individuellen Unterschieden als an Geschlechterunterschieden zu liegen scheint, wie stark diese Effekte eintreten.

Erst langsam beginnen wir, diesen Prozess besser zu verstehen und müssen hier sicher noch viel lernen. Aber vor allem sollten wir aufhören, allen Menschen zu sagen, dass sie “einfach mehr Sport machen müssen“, um abzunehmen.

Deshalb bringt es wenig, sich mit anderen zu vergleichen. Viel wichtiger ist:

👉 Wie reagiert dein eigener Körper?

Grundsätzlich wehrt sich der Körper immer gegen das Abnehmen, auch bei einer Ernährungsumstellung – das wurde z.B. in dieser Übersichtsarbeit mal zusammengefasst.

Das Geheimnis ist also, diese “Gegenwehr” des Körpers möglichst auszutricksen bzw. zu verhindern. Wenn ich darüber in meinem Podcast, meinen Webinaren oder online Programmen rede, nenne ich das vereinfacht immer “den Sparmodus” des Körpers. Denn dabei versucht der Körper, Kalorien und Fettreserven zu sparen – und dafür hat er mehrere Methoden.

Wenn der Körper “kompensiert”, also in den “Sparmodus” kippt, dann passiert eine Kombination aus vielen Dingen.

Das kann zum Beispiel so aussehen:

  • Du bekommst mehr Hunger
  • Du bist weniger schnell satt (Hunger und Sättigung sind zwei verschiedene Signale)
  • Du bewegst dich im Alltag unbewusst weniger (dazu habe ich auch hier etwas geschrieben)
  • Kalorienreiche Lebensmittel wirken verlockender (und man kann schwerer widerstehen).

Letzteres gilt vor allem für Lebensmittel mit Belohnungswirkung, die viel Zucker und/oder Fett enthalten. Dem Kuchen zu widerstehen oder die Chips nicht zu essen, wird plötzlich viel, viel schwieriger. Werbung für Nahrungsmittel oder die Auslage einer Bäckerei hat plötzlich einen viel stärkeren Einfluss auf unser Essverhalten.

Der Körper versucht also, den zusätzlichen Energieverbrauch, der durch Sport entstanden ist, wieder auszugleichen.

Mehr Sport – weniger Abnahme?

Nehme ich also durch Sport ab? Oder nicht?

Je mehr Studien man sich anschaut, desto klarer wird:

👉 Es gibt enorme individuelle Unterschiede.

Für manche scheint eine Mindestmenge an Sport zu geben, ab der dieser sich überhaupt auf das Gewicht auswirkt: In dieser Studie nahm die Gruppe mit 1500 kcal Sport pro Woche nicht ab, während die Gruppe mit 3000 kcal pro Woche im Schnitt 2,6 kg verlor.

Der Grund: Etwa 1000 kcal wurden bei allen Teilnehmer:innen kompensiert. Vor allem bei der Gruppe mit 1500 kcal hat diese geringere Aktivität nicht ausgereicht – sie hätten also deutlich über ihren „Schwellenwert“ hinausgehen müssen, damit Sport beim Abnehmen tatsächlich gewirkt hätte.

Müssen wir alle also einfach genug Sport machen?

Nein, auch nicht! Denn bei einigen führt mehr Sport ja zu weniger Abnahme.
(Wenn du jetzt langsam total frustriert bist, kann ich das gut verstehen! Ging mir total gleich, als ich mich durch diese Studien gewühlt habe. Keine Sorge – wir kommen gleich zur Lösung!)

Hier kommt eine Studie über Sport nach der Menopause:

In dieser Studie mit 400 postmenopausalen Frauen gab es 3 Sportgruppen und eine Kontrollgruppe. Die Frauen haben entweder keinen Sport (Kontrolle), oder mit Sport 4 kcal pro kg Körpergewicht pro Woche verbannt, oder 8 kcal/kg/Woche oder 12 kcal/kg/Woche.
Eine Frau mit 80 kg hat also – je nach Gruppe – entweder 320 kcal pro Woche mit Sport verbrannt, 640 kcal oder 960 kcal. Das ist im Vergleich zu den anderen Studien recht wenig. Das Ergebnis nach 6 Monaten?

  • 4 kcal/kg/Woche: -1,4 kg
  • 8 kcal/kg/Woche: -2,2 kg
  • 12 kcal/kg/Woche: -1,5 kg

Mehr Sport hat also in Gruppe 2 im Vergleich zu Gruppe 1 auch zu mehr Gewichtsverlust geführt. Aber in Gruppe 3 war der Effekt von “mehr ist mehr” plötzlich weg! Diese Gruppe hat nur so viel abgenommen wie Gruppe 1.

(In allen Gruppen gab es übrigens riesige, individuelle Unterschiede – in jeder Gruppe gab es Frauen, die damit bis zu 10 kg und mehr abgenommen haben oder bis zu 5 kg zugenommen haben!)

Also, was jetzt? Ist mehr Sport nun besser oder schlechter?

Und vor allem: woher weißt du, ob er für dich persönlich besser oder schlechter ist?
Oder ist Sport beim Abnehmen überhaupt sinnlos?

Ist Sport beim Abnehmen dann sinnlos?

Nein – Sport ist extrem wertvoll.. 🏃‍♀️

Nur eben oft nicht aus dem Grund, den viele erwarten.

Auch wenn Sport beim Abnehmen oft überschätzt wird, bleibt er ein wichtiger Baustein für deine langfristige Gesundheit, dein Wohlbefinden und auch dafür, nicht wieder zuzunehmen.

Und ja: Auch beim Abnehmen kann Sport ganz konkret helfen:

  1. Er hilft, das Kaloriendefizit zu vergrößern – vorausgesetzt, du triggerst nicht deinen “Sparmodus”.
  2. Sport verbessert die “Körperform” – In vielen Studien haben Teilnehmer:innen Bauchfett und Taillenumfang reduziert, selbst wenn sich auf der Waage kaum etwas getan hat.
  3. Er kann deine Muskelmasse beschützen – allerdings nur dann, wenn dein Körper nicht zu stark gegen das Defizit arbeitet.

Denn genau hier liegt das Problem:

Wenn dein Körper in den Sparmodus kippt, versucht er, Energie zu sparen – und schützt unter Umständen eher deine Fettreserven als deine Muskulatur.

Wie stark dieser Effekt sein kann, zeigt auch diese Übersichtsarbeit: Frauen nahmen dabei mit Sport zusätzlich zu einer Diät zwar im Schnitt 1,2 kg mehr ab – davon waren aber nur 0,4 kg Fett, während 0,8 kg Muskelmasse verloren gingen.

Klingt absurd?

Ist es auch – wenn man den Sparmodus nicht mit einrechnet.

Genau dieser Mechanismus erklärt aber, warum die Studien zu Sport und Abnehmen oft so widersprüchlich ausfallen.

Fazit: Braucht man Sport zum Abnehmen?
Und wenn ja – wie viel?

👉 Nein, du brauchst keinen Sport, um abzunehmen.
Aber: Sport ist trotzdem wichtig – für deine Gesundheit, deine Fitness und dafür, dein Gewicht langfristig stabil zu halten.

👉 Ja, du brauchst ein Kaloriendefizit, um abzunehmen.
Aber: Dieses Defizit lässt sich nicht beliebig durch „weniger essen + mehr Sport“ erzwingen. Denn irgendwann wird dein Körper gegensteuern – mit Hunger, Müdigkeit, weniger Alltagsbewegung und anderen Sparmaßnahmen.

Die entscheidende Frage ist also nicht:

„Wie viel Sport muss ich machen, um abzunehmen?“

Sondern:

„Wie schaffe ich ein Kaloriendefizit, ohne meinen Körper in den Sparmodus zu treiben?“

Wie erkennst du, ob dein Körper in den “Sparmodus” rutscht?

Dazu gibt es noch keine guten Studien oder langfristige Daten.

Aber: Im Faustformel System verwenden wir schon seit Jahren ein Tool, das sich in der Praxis enorm bewährt hat: HELGA.

Dazu haben wir einen Fragebogen entwickelt, der am Ende einen Wert auf einer Skala von 0 bis 100 ergibt. Diesen Wert nennen wir abgekürzt HELGA (mehr dazu findest du hier).
Dieser Wert zeigt dir, wie es aktuell um folgende Bereiche steht:

  • Hunger
  • Energie
  • Laune
  • Gier/Gelüste/Heißhunger
  • Ausruhen (= Schlaf)

Wenn dein Körper beginnt, in den Sparmodus zu kippen, zeigen sich oft genau dort die ersten Veränderungen – denn er kompensiert ja mit verstärktem Hunger, größerer Müdigkeit, mehr Lust auf Süßes etc. Weil diese Signale aber häufig schleichend und subjektiv sind, hilft dir der HELGA-Wert, sie frühzeitig zu erkennen und besser einzuordnen.

Wenn du willst, kannst du hier den Fragebogen ganz einfach kostenlos ausfüllen. Das Ergebnis erstaunt oft!

Sport zum Abnehmen: Meine Strategie für dich

Du willst abnehmen, aber du fühlst dich derzeit einfach zu erschöpft für Sport?

Kein Problem!
Denn die wichtigste Erkenntnis ist:

👉 Wenn du abnehmen willst, kümmere dich zuerst um deine Ernährung, bis du wieder mehr Energie (und auch wieder Lust) auf Sport hast.

Wenn du aktuell müde bist, gestresst, ständig Heißhunger hast oder dich für Sport einfach nicht aufraffen kannst, dann ist das nicht automatisch Faulheit oder mangelnde Disziplin.

Oft ist das einfach ein Zeichen dafür, dass dein Körper gerade nicht in Balance ist.

Was du dann brauchst, ist kein härterer Plan und nicht noch mehr Druck.

Was du brauchst, ist ein System, das deinem Körper hilft, wieder mit dir zu arbeiten – statt gegen dich.

Füll als erstes den HELGA-Fragebogen aus. Dieser Wert hilft dir, zu verstehen, was gerade in deinem Körper los ist. Deine HELGA sollte nach und nach steigen und wenn du über 60 (oder besser über 70) bist, kannst du auch langsam Sport mit hineinnehmen.
So wird Sport nicht zur zusätzlichen Belastung für deinen Körper – sondern zu etwas, das dir wirklich guttut.

Wenn du dich jetzt fragst:

1) Ich bin gerade dabei abzunehmen, weiß aber nicht, ob ich genug Sport mache – oder ob es vielleicht schon zu viel ist?

oder

2) Ich möchte abnehmen und würde gerne mehr Sport machen, bin mir aber unsicher, ob es dann vielleicht zu viel wird?

oder

3) Ich möchte wirklich abnehmen, aber mein Gewicht stagniert schon länger, und ich überlege, mein Kaloriendefizit durch mehr Sport zu erhöhen?

Wunderbar!

Probiere aus, wie sich dein HELGA-Wert verändert, wenn du mehr oder weniger Sport machst.

Ein guter HELGA-Wert beginnt bei 75, sollte aber auf keinen Fall unter 60 sinken. Wenn du merkst, dass dein Wert durch dein Sportprogramm deutlich zu sinken beginnt, dann mach weniger. Es kann auch sein, dass du dich zeitweise darauf eher konzentrieren solltest, Entspannung und Schlaf zu verbessern, bevor du wieder mehr Sport machst.

Sport ist also toll fürs allgemeine Wohl und kann dir auch beim Abnehmen helfen – vorausgesetzt, du triggert damit nicht deinen “Sparmodus”.

Der Schlüssel zum Erfolg: Ist und bleibt unsere Ernährung.

Dein nächster Schritt: Fang nicht mit mehr Druck an – sondern mit dem richtigen System

Wenn du schon lange versuchst abzunehmen, ständig gegen Heißhunger kämpfst und das Gefühl hast, du müsstest „einfach nur disziplinierter sein“, dann liegt das Problem sehr wahrscheinlich nicht an dir. Und auch nicht an deiner Sport-Menge.

Was du brauchst, ist ein System, das deinem Körper hilft, mit dir zu arbeiten – statt gegen dich.

Genau dabei unterstützt dich unser Programm „Faustformel 3 S – in 3 einfachen Schritten zum Wohlfühlgewicht“:

✨ Heißhunger auf Süßes und Salziges stoppen

✨ Sättigung und Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen

✨ Schritt für Schritt alltagstauglich abnehmen – ohne ständigen Verzicht

Du musst nicht zuerst „fit genug“ für Sport sein, um endlich erfolgreich abzunehmen.

Du darfst genau da anfangen, wo du gerade stehst.

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» Hier geht’s noch mal zum (kostenlosen) HELGA-Fragebogen

 

Im Text erwähnte Studien:

Curioni, C. C., & Lourenço, P. M. (2005). Long-term weight loss after diet and exercise: a systematic review. International Journal of Obesity (2005), 29(10), 1168–1174. https://doi.org/10.1038/sj.ijo.0803015 

Utter, A. C., Nieman, D. C., Shannonhouse, E. M., Butterworth, D. E., & Nieman, C. N. (1998). Influence of diet and/or exercise on body composition and cardiorespiratory fitness in obese women. International Journal of Sport Nutrition, 8(3), 213–222. https://doi.org/10.1123/IJSN.8.3.213

Khalafi, M., Habibi Maleki, A., Sakhaei, M. H., Rosenkranz, S. K., Pourvaghar, M. J., Ehsanifar, M., Bayat, H., Korivi, M., & Liu, Y. (2023). The effects of exercise training on body composition in postmenopausal women: a systematic review and meta-analysis. Frontiers in Endocrinology, 14. https://doi.org/10.1123/IJSN.8.3.213

Donnelly, J. E., Jacobsen, D. J., Snyder Heelan, K., Seip, R., & Smith, S. (2000). The effects of 18 months of intermittent vs. continuous exercise on aerobic capacity, body weight and composition, and metabolic fitness in previously sedentary, moderately obese females. International Journal of Obesity and Related Metabolic Disorders : Journal of the International Association for the Study of Obesity, 24(5), 566–572. https://doi.org/10.1038/sj.ijo.0801198

King, N. A., Hopkins, M., Caudwell, P., Stubbs, R. J., & Blundell, J. E. (2008). Individual variability following 12 weeks of supervised exercise: identification and characterization of compensation for exercise-induced weight loss. International Journal of Obesity (2005), 32(1), 177–184. https://doi.org/10.1038/sj.ijo.0803712

McTiernan, A., Sorensen, B., Irwin, M. L., Morgan, A., Yasui, Y., Rudolph, R. E., Surawicz, C., Lampe, J. W., Lampe, P. D., Ayub, K., Potter, J. D., & Mctiernan, A. (2007). Exercise Effect on Weight and Body Fat in Men and Women. https://doi.org/10.1038/oby.2007.178

Donnelly, J. E., Hill, J. O., Jacobsen, D. J., Potteiger, J., Sullivan, D. K., Johnson, S. L., Heelan, K., Hise, M., Fennessey, P. v., Sonko, B., Sharp, T., Jakicic, J. M., Blair, S. N., Tran, Z. v., Mayo, M., Gibson, C., & Washburn, R. A. (2003). Effects of a 16-month randomized controlled exercise trial on body weight and composition in young, overweight men and women: the Midwest Exercise Trial. Archives of Internal Medicine, 163(11), 1343–1350. https://doi.org/10.1001/archinte.163.11.1343

Donnelly, J. E., Honas, J. J., Smith, B. K., Mayo, M. S., Gibson, C. A., Sullivan, D. K., Lee, J., Herrmann, S. D., Lambourne, K., & Washburn, R. A. (2013). Aerobic exercise alone results in clinically significant weight loss for men and women: Midwest Exercise Trial-2. Obesity (Silver Spring, Md.), 21(3), E219. https://doi.org/10.1002/oby.20145

Flack, K. D., Ufholz, K., Johnson, L., Fitzgerald, J. S., & Roemmich, J. N. (2018). Energy compensation in response to aerobic exercise training in overweight adults., 315(4), R619–R626. https://doi.org/10.1152/ajpregu.00071.2018

Church, T. S., Martin, C. K., Thompson, A. M., Earnest, C. P., Mikus, C. R., & Blair, S. N. (2009). Changes in Weight, Waist Circumference and Compensatory Responses with Different Doses of Exercise among Sedentary, Overweight Postmenopausal Women. PLoS ONE, 4(2), e4515. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0004515

Doucet, McInis, K., & Mahmoodianfard, S. (2018). Compensation in response to energy deficits induced by exercise or diet. Obesity Reviews, 19, 36–46. https://doi.org/10.1111/obr.12783

Cheng, C. C., Hsu, C. Y., & Liu, J. F. (2018). Effects of dietary and exercise intervention on weight loss and body composition in obese postmenopausal women: a systematic review and meta-analysis. Menopause (New York, N.Y.), 25(7), 772–782. https://doi.org/10.1097/GME.0000000000001085

Frimel, T. N., Sinacore, D. R., & Villareal, D. T. (2008). Exercise Attenuates the Weight-Loss-Induced Reduction in Muscle Mass in Frail Obese Older Adults. Medicine and Science in Sports and Exercise, 40(7), 1213. https://doi.org/10.1249/MSS.0b013e31816a85ce

4 Kommentare zu „Sport zum Abnehmen – Abnehmen ohne Sport?“

  1. Guten Morgen . also ich versteh die Frage nicht ganz, ja, sicher kann man auch ohne Sport abnehmen ,aber die Frage ist WARUM sollte ich das tun ? 🙂 Sport hat ja ganz viel positiven Einfluss auf uns ( Schlaf–Psych…..) ( wenn ich die Art von Sport gefunden hab die zu mir passt, die ich gerne mache..) und ich habe jetzt auch nicht genau gelesen ,welchen Sport die Gruppe oben im Artikel bei dieser Studie gemacht haben ? Weil wenn auch Kraftsport, gibt es ja auch Späterfolgen..mehr Muskeln.= höher Grundumsatz= höherer Täglich Kalorienverbrauch , keep on moving 🙂

    1. Katharina Neidhart

      Hallo Maria,

      hier geht es um die weit verbreitete Annahme, dass man ohne Sport nicht abnehmen kann. Nach wie vor glauben sehr viele Menschen, dass sie stundenlang Sport (besonders Ausdauersport) machen müssen, um ihr Wunschgewicht zu erreichen. Diesen Mythos wollten wir aufklären und das zeigt auch die von dir erwähnte Studie. Die TeilnehmerInnen haben dort Ausdauertraining absolviert.
      Das Sport extrem viele positiven Vorteile für die Gesundheit liefert, steht nach wie vor außer Frage! Und besonders wenn man, wie du sagst, einen Sport gefunden hat, der einem Spaß macht, ist Sport super! Bewegung und Sport sollen bei jeder Person in den Alltag integriert werden – vor allem auch Kraftsport.
      Für das Abnehmen ist jedoch die Ernährung zuerst wichtiger. Und so eine Ernährungsumstellung bedeutet für die meisten, dass sich ihr Alltag ziemlich verändert und das kann überfordern. Kommt dann zusätzlich noch der Glaube hinzu, dass man auch noch viel Sport machen muss, ist das sehr viel Änderung auf einmal und man fängt oft garnicht an. 🙂
      Deswegen lieber Schritt für Schritt – aber der positive Einfluss von Sport ist unumstritten!

      Liebe Grüße,
      Kathie vom Faustformel Team

  2. carmen tröbacher

    ich kann das nur unterstreichen. ich trainiere im schnitt 10 h /woche (triathlon) und es tut sich kaum was. wenn ich reduzierter esse (low carb) bring ich keine leistung. selbst dann purzeln keine kgs. ich kann nicht sagen, ob ich zu viel oder evt zu wenig esse (koerper punkert). zwischendurch ist das frustrierend.

    1. Sasha Walleczek

      Das kann ich gut verstehen, dass das frustrierend ist! Aber ein super Beispiel, dass Sport alleine nicht die Antwort ist (und low carb oder „einfach weniger essen“ eben auch nicht….)

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